die gewählten Vertreter des Volkes vor, von welchen man mitRecht erwarten darf, daß sie, um mit Nhland zu redeu, „eiuHerz für das Volk haben," und daß sie sich der Einsicht nichtverschließen, daß der Grad der politischen Bildung des Volkesvon dem Grade seiner intellektuellen Bildung abhängt.Wird diese, ich möchte sagen, große Wahrheit erst allgemein,dann darf die Volksschule auf eine Berücksichtigung, Einrichtungund Stellung rechnen, wie es der Idee ihrer Wichtigkeit für dieKultur entspricht. Dafür die öffentliche Meinung zu ge-winnen, ist des Strebens der Edelsten wert. Denn durch sie,durch die Einsicht und den Willen des Volks, wird die Volksschuleder Armuts- und Knechtsgestalt, unter der sie noch au so vielenOrten daniederliegt, und der niederdrückenden Bevormundungenthoben werden, welche sie von freier Entwickelung der Jugendund von der Grundlegung selbständiger Charaktere abhält.
Ohne Volksbildung, ohne freie Menschenbildung, keine ge-deihliche Entwickelung! Ohne frei entwickelnde Volksschule keinegrundlegende Volksbildung! Volksbildung ist Volksbesreiung imweitesten Sinne des Wortes.
An diesen Grundsätzen hält, hoffe ich, der deutsche Lehrer-stand, hält die „Schule der Zukunft" unverbrüchlich fest.
Thun wir das Unsrige!
Bleiben wir vereint! — jeder für sich in innerer Entwicke-lung bis an seines Lebens Ende, demnächst als Lehrer und Er-zieher in seinen: Thun au seinen Zöglingen und Schülern, ab-sonderlich in seiner Gestalt vor denselben — bewußt und un-bewußt— als lebendiger Eutwickeluugsprozeß, endlichin genossenschaftlicher Teilnahme ai: der Entwickelung des Ganzennach dein Maße seiner Kraft!
Ich denke, mein „Pädagogisches Jahrbuch" und meine„Rheinischeil Blätter" im Sinne der angedeuteten Grundsätzefortzusetzeu, so lange Gott will.