Druckschrift 
4 (1891)
Entstehung
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XXXII.

Eine kurze Betrachtung über den Fortschrittund Rückschritt.

Das WortFortschritt" ist in aller Mund, ist mitunter zumSchlag- und Stichwort geworden. Es giebt Leute, die es nichtmehr hören wollen. Kein Wunder! Der Begriff und mit ihmdie Sache, die es andeutet, ist ihnen widerwärtig geworden. Wirwissen warum; aber dieses Warum kann uns den Inhalt nur limso lieber machen. Wir lassen daher nicht von Begriff und Wort.

Man kann, wie die einzelnen Menschen, so die Nationen,in fortschreitende, rttckschreitende und stillstehende einteilen. Aberich streiche die dritte Kategorie; denn ich glaube an keinen Still-stand, weder bei einer Person, noch bei einem Volke.Wernicht fortgeht, geht zurück."

Redet man von Fort- oder von Rückschritt einer Nation, sonimmt man, wie sich von selbst versteht, die Sache im ganzen.Der Fort- oder der Rückschritt im ganzen schließt den Rück-schritt oder den Fortschritt im einzelnen nicht aus.

Im ganzen hat man dabei die Hauptfaktoren der Zivili-sation im Auge: die geistige wie die materielle Kultur, in erstererBeziehung vorzugsweise die Wissenschaften und die Religion, miteinen, Worte: die Bildung; in der zweiten Beziehung den Wohl-stand und alles das, was denselben befördert.

Beide stehen miteinander in Wechselwirkung und förderneinander in normalen Verhältnissen. Mit dem Wohlstand pflegt