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4 (1891)
Entstehung
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die geistige Kultur zu steigen, mit dieser jener; nimmt der eineFaktor ab, so pflegt auch der andere zu leiden.

Bei einer anderen Gelegenheit habe ich mich zu der geschicht-lichen Wahrheit bekannt, daß die Zivilisation mehr von denFortschritten in den Wissenschaften und von ihrer Ausdehnungunter dein Volke als von dem religiösen Forschritte abhängt.Ich gehe darauf hier nicht weiter ein. Ist es ja auch bei-läufig gesagt bekannt, daß es Leute giebt, die von Fort-schritten der Religion nichts wissen wollen, sondern von derRückkehr in vergangene Jahrhunderte Fortschritte in der Religionund inneren Kultur verheißen.

Ich beschränke mich hier auf eine kurze Betrachtung derStellung einzelner Menschen in bezug auf Fort- und Rückschrittder Zeit, in der sie leben.

Es hat Menschen gegeben und giebt ihrer zu allen Zeiten,die ihrer Zeit voraus waren. Dieses waren und sind die starkenGeister. Bekanntlich war fast in der Regel der Lohn ihres Wag-nisses das Unglück. Den hinter ihrer Zeit Zurückgebliebenenist es in der Regel besser ergangen.

Gesetzt nun, es lebt einer

in einer fortschreitenden Zeit, und

1. er selbst schreitet fort, so kann er, wie oben gesagt,

a. die Zeit überholen, oder

b. er hält mit ihr gleichen Schritt, sich selbst auf der Höheder Zeit, oder

e. er bleibt, trotzdem, daß er fortschreitet, hinter dem rascherenGange der Zeit zurück. Diesem dritten Falle pflegen nachder Natur der Dinge die anheimzufallen, welchen ein langes,schwaches Alter beschieden ist.

Der andere Fall unter ä,. ist

2. der, wenn einer in der fortschreitenden Zeit über-

haupt zurückschreitet.

Dann entfernt er sich von der Höhe der Zeit um die Größeihres Fortschritts und um die Größe seines Rückschritts.Die Summe beider bildet seinen Abstand von dem Stand-punkte, von dem beide Bewegungen ausgingen.