Druckschrift 
4 (1891)
Entstehung
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weise durch Reden und da, wo von Religion gehandelt werde,erziehe, an allen anderen Orten aber nichts als viel Kenntnisseund Fertigkeiten erziele. Ich nenne diese Ansicht von der er-ziehenden Kraft des einen und der nichterziehenden Kraft desandern eine ganz gemeine und erblicke in ihrer Fortdauer dieUrsache der Anmaßung, mit der gewisse Religionslehrer (Theo-logen und Nicht-Theologen) an zusammengesetzten Schulen einenVorrang vor den andern Lehren: beanspruchen.

Als wenn der Stoff, den einer in der Schule traktiert,den Maßstab für seine erziehende Wirksamkeit aus die Schüler'abgeben könnte! Wer Kinder kennt, weiß, daß es auf ganzandere Dinge ankommt. Die von jenen Hochnäsigen über dieAchsel angesehenenprofanen" Schreib-, Zeichen- und Sing-meister üben nicht selten den nachhaltigsten Einfluß auf dieSchüler aus, und obendrein üben sie ihnen Fertigkeiten an, dieim Leben Vorhalten. Nicht was du lehrst, sondern wie dulehrst und was du bist, bestimmt den in der Erziehungsschuledir gebührenden Rang.