XXXI.
Worauf es im Grziehungsunterricht wefentttckiankommt.
Fast überall hat man es mit Jrrtümern zu thun. (Mancheordnen die Schiefheiten aller Art, welche unter Menschen und inihren Verhältnissen Vorkommen, unter die eine Kategorieder Sünde, was wenigstens sehr bequem ist.) Nur da, woganz Neues aufzurichten ist, wo ein eigentlicher Anfang statt-findet, wo man also Nachfolgendes an Vorhergehendes nicht an-zuschließen hat, nur da hat man es mit vorhandenen, in Bestandbefindlichen Jrrtümern nicht zu thun. Man hat also in derZiegel mit ihnen zu kämpfen. Erst sind sie wegzuräumen unddann das Richtige an ihre Stelle zu setzen, wenn jenes nichtzugleich mit diesem und durch dieses geschieht.
Auch jetzt wollen wir uns mit einem noch vorkommendenSchulirrtum beschäftigen. Ich glaube, daß er sehr häufig, ichsage, noch sehr häufig vorkommt, obgleich man erwarten sollte,ihn nicht mehr anzutreffen. Es muß daher doch in der That soleicht nicht sein, sich über die Schule, ich will nicht sagen injeder Beziehung, sondern selbst in wesentlichen Stücken, richtigeAnsichten zu verschaffen. Selbst nach 25 und 30 Jahren derArbeit in der Schule und des Nachdenkens über sie hat mannoch zuzulernen. Nur die Kandidaten der Theologie kommen indrei Monaten oder in sechs Wochen weiter als andere Menschen-kinder in ebenso vielen Jahren oder Jahrzehnten.
Der Irrtum, von dem ich jetzt kurz reden will, betrifft nicht