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4 (1891)
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daß ein solcher theologischer Ketzermacher in eigner Personselbst nichts Geringeres sei als ein pädagogischer Ketzer.Hoffentlich werden aber die Pädagogen niemals in diesenAbgrund versinken.

Ist es erlaubt, hier noch ein ernstes Wort beizufügen, soist zu sagen: der „Rechtgläubige", d. h. der Rechtgläubige nacheinem äußerlichen Bekenntnis, nach der Schablone, ist noch langekein lebendig Gläubiger, ist das gerade Gegenteil von diesem,wenn er sich anmaßt, nach dieser Schablone das Sein undLeben eines andern zu beurteilen und zu verurteilen. SolcheRechtgläubigkeit ist ein hölzerner Maßstab, der sich als solchererweist, wenn einer sich vermißt, das Leben und Wirken einesPestalozzi danach zu taxieren. Ein Mann, wie er, der trotzder ungeheuren Drangsale, die er sein Leben lang zu erduldenhatte, soll sich für seinen großen und heiligen Zweck aufgeopferthaben ohne Religion und Glauben, ohne den echten, wahren, denlebendigen Glauben? Wer das denken kann, von dem muß mansagen, daß er keine Ahnung hat von dem, was Glauben ist undnur so genannt zu werden verdient. Und mit Recht verlangtman von einem solchen beschränkten Richter: zeige uns DeinenGlauben durch Deine Werke!

Diesterweg, Ausgew. Schriften. 2. Ausl. IV.

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