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eine Neben-, sondern die Hauptsache: die Wirkung des Unter-richts, das Ziel, die Tendenz desselben, den Zweck der Schule.
Daß der Religionsunterricht unter allen Bestrebungender Schule obenan stehe, hören wir von allen Seiten behaupten.Der Satz ist so gäng und gäbe geworden, daß er als ein Axiombetrachtet worden. Jedermann spricht ihn nach, die meistenaccentuieren ihn. Und doch verdiente er wohl einer näheren Be-leuchtung. Warum auch nicht?
Der Religionsunterricht hat, wie jeder Unterricht der Schule,zwei Seiten: eine theoretische und eine praktische. Jene will demSchüler wichtige Kenntnisse und Ansichten über Gott und gött-liches Wirken, kurz über den religiösen Inhalt aneignen; dieserwill religiöse und sittliche Gesinnungen Hervorrusen. Es leuchtetin die Angen, daß der erste Zweck sich viel leichter erreichen läßtals der zweite; er kann eigentlich, falls der Religionslehrer nurdeutlich reden und die Schüler zum Achtgeben bestimmen kann,nicht unerreicht bleiben. Der Lehrer kann Rechenschaft überdiese Leistungen und die Fortschritte der Schüler ablegen, wiees in Examinibus in Kirche und in Schule zu geschehen pflegt.Versteht man diesen Teil des Unterrichts unter Religionsunter-richt : so wird man sagen müssen, daß der Schüler dadurch etwassehr Wertvolles gewinne; aber man wird jenen Satz über dasPrimat des Religionsunterrichts doch noch in Zweifel ziehenkönnen. Zu dem Ende ist der Zweck alles Unterrichts in derSchule zu bedenken.
Noch gar viele der Jetztlebenden — selbst Lehrer gehörennoch dazu — setzen den Zweck der Schule in das Lernen. UnterLernen verstehen sie Wissen, möglichst sicheres und umfangreichesWissen. Ist dies der Zweck der Schule, so muß man zugeben,daß das Lernen über Gott u. s. w. als dem Höchsten, auch daswichtigste Geschäft der Schule sei. Aber das Lernen im ebenangegebenen Wortsinne ist nicht der Zweck der Schule; es ge-hört zwar mit dazu, ist ein Teil desselben, aber der Zweck liegtviel höher.
Derjenige Mann ist ein rechter Schullehrer, welcher1) des Schülers Aufmerksamkeit zu fesseln;
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