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4 (1891)
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schriftstellernden als die mündlich praktischen, aus; sie können sich,selbst wenn sie wollten, diesen: Einfluß so wenig entziehen, wiedie den Schulunterricht von oben leitenden Behörden und Geist-lichen; ja sie dürfen es nicht.

3) Jene Untersuchungen beeinflussen daher den religiösenUnterricht, den die Schuljugend empfängt die religiöse Fragewird zur Schulfrage.

4) Die nächste Frage ist: Entspricht der bisherige landüblicheSchul-Religionsunterricht dem allgemein anerkannten praktischenZwecke? Erkennt man die Erreichung an den Früchten (demallein entscheidenden Maßstabe)?

5) Dann, wenn die Frage verneint werden müßte: Ist diebeklagenswerte Ursache in dem Inhalt, oder in der Form, oderin beiden zu suchen? In dem zweiten Falle: Ist die Methodedie richtige? Steht sie in Übereinstimmung mit der bildendenBehandlung aller anderen Lehrgegenstände? Ist sie pädagogisch,oder etwa wesentlich kirchlich?

6) Untergeordnete Fragen: evangelisch streng konfessionellmit den Unterschieden und Gegensätzen, oder nnionistisch?Stimmen Inhalt und Weise mit dem Zeitbewußtsein, ist das-selbe zu beachten?

Mehr braucht nicht gesagt und gefragt zu werden, um dasNachdenken denkender Lehrer immer von neuem zu erwecken. DieBemerkungen aber drängen sich noch auf: mit diesem Nachdenkenwird man nicht in einem Tage fertig, es muß also fortgesetzt,die Ansichten und Vorschläge anderer müssen gehört und ge-prüft werden die eigene, freie, pädagogische (den er-ziehenden Einfluß im Auge behaltende) Prüfung fördert,wenn man auch voraussieht, daß es den Pädagogen alsbald nichtgelingen wird, die große Angelegenheit mit solcher Sicherheit zuentscheiden, wie solches in betreff anderer Gegenstände bereits ge-lungen ist. Die entgültige Entscheidung ist also erst vorzubereiten.Jeder Beitrag dazu ist willkommen zu heißen. Aus diesem be-scheidenen Gesichtspunkte betrachte man meine seit vielen Jahrengelieferten Aufsätze über den Religionsunterricht.