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fettiger Beurteilung ihrer Berufsmühen ist nicht sehr groß. Jederglaubt, er habe es besonders schwer. Darum kann mau sagen:wohl dem, dem die Arbeit nicht bloß Arbeit, sondern auchGenuß ist.
13. „Schöpferische Naturen arbeiten oft in-wendig am heißesten, wenn sie müßig umhergehenund ihr Werk äußerlich keinen Fortgang nimmt.Der Handwerker setzt der Arbeit das Spazieren-gehen entgegen; er ahnet nicht, daß der Gelehrtebeim Spazieren aufreibend fleißig sein kann."
Diese Sätze kommentieren mein anderwärts ausgesprochenesDiktum: „es giebt einen Fleiß, der aussieht wie Faulheit, undes giebt eine Faulheit, die aussieht wie Fleiß". Zu dieser Faul-heit gehört z. B. vielfach die Leserei, bloß zur Unterhaltung oderzum Zeitvertreib, gehört das Zeitungslesen ohne innere Be-teiligung an den Weltbegebenheiten und ohne Verwertung zurVermehrung der Erfahrungen und Einsichten, zur bloßen Kanne-gießerei und elenden, den Charakter verwüstenden Schwatzsucht.
14. „Den schaffenden Geist begleitet die Arbeitder Gedanken, wo er geht und steht, er legt sich mitihr schlafen und steht wieder mit ihr auf, er kannsie wohl gar im Traume nicht los werden, für ihngiebt es nur einen echten Feierabend — im Tode.Ihm wird alle Zeit zur Arbeitszeit. Gesellenfleißist nach der Zeit meßbar, nicht aber Meisterfleiß."
„Ich mußte immer daran denken." (Newton.)
15. „In der Kaufmannswelt bedingt der Gewinndie Ehre und Würde der Arbeit."
„Tiefangelegte, durch gebildete und geistig fr eieMenschen haben allezeit den Gewinn gering geachtetn ebe n dem Erfolg, siehaben den Gewinn verschmähtund gehungert um des Erfolgs willen, der ihne)rdie Arbeit mehr als bezahlte. Arbeit bloß um desGewinnes oder des Lebensunterhalts willen istPferdearbeit. Der bloße Gedanke daran empört