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4 (1891)
Entstehung
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für seine Gemeinde, für das Ganze, für die Nation. Derdeutsche Lehrer prägt die deutsche Nationalität in sich aus undverbreitet sie, mehr durch das, was er ist, als durch das, waser weiß und sagt.

Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt," gewiß; aberer denkt auch an sich und die Seinen, und wohl dem, derohne ängstliche Bekümmernis an sie zn denken vermag.

Wahrheit steckt auch in den Worten:Armut lehrt geigeil. Hunger macht scharfe Köpfe. Neue Fünde kommen vonarmen Leuten. Kahle Berge, wo gebratene Äpfel daseinzige genießbare Obst sind, erziehen zu heißer Arbeit" u. s. w.Aber all' diese Wahrheit hat auch ihr Blaß, und das sollten diebedenken, deren Pflicht es ist, die freie Geistesarbeit zu fördern.

11.Ich halte es für ein gutesZeichen, daß diemodernen Handw erkervereine so vielfach wieder dieArbeitssitte mitreli giösem Geiste zu tränken such en.Man mag dabei öfters die Farbe zu stark auftragen,wie wenn z. B. der V ors itzende eines solchen Ge-selle nvereins ein Pfarrer sein muß, da man dochnirgends Handwerker zu Vorsitzenden der Dom-kapitel und Pfarrspn öden fordert. Auch mag aller-hand pietistische Manier mit unterlaufen; denn mansucht ja vorderhand noch die Frömmigkeit, die un-gesncht erwachsen sollte. Andererseits aber hat esauch mit der Pietisterei nirgends minder Gefahr,als wo sich das Gebot der Arbeit gesellt; die Arbeitist der scharfe Nordost wind, welcherdiepietistischenMiasmen rasch wieder hinwegfegen wird."

Ein armer Mann, wer keine Religion hat ich denke,das weiß nicht bloß der Lehrer, sondern er hat es erfahren.Daneben weiß er auch, daß sie nicht in den Dogmen steckt. Magdieser und jener darüber denken, wie er vermag und kann, dashebt die Religion, die religiöse Gesinnung nicht auf, auf die esankommt. Auch kommt es dabei auf die Bildung des Mannesan, und auf das, was er erfahren uud erlebt hat. Wer aber,wie ein junger Mensch, noch wenig nachgedacht und noch weniger