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4 (1891)
Entstehung
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den entscheidenden Einfluß auf die Herausbildungdes Nationalcharakters."

Beim Lehrer thut es auch die Form feiner Arbeit, die Artund Weise der Ausübung seiner Berufsthätigkeit, deren Kern fürihn als unterrichtenden Mann die Methode ist.

9.Wir Deutschen sind so stolz aus unseregeistige Macht und werfen doch unsere geistigen Be-dürfnisse rasch über Bord, wenn die Börsenkursenur etliche starke Ohrfeigen bekommen, beginnendas Sparsystem nicht am Essen und Trinken undleeren Vergnügungen, sondern wohl gar anderEr-ziehung der Kinder."

In betreff des von unserem Volke erreichten Grades derGesittung und Bildung brauchen wir uns, anderen Nationengegenüber, gewiß nicht zu schämen; aber uns mit unserer Bildungzu brüsten, dazu ist kein Grund vorhanden, wahrlich nicht. Passiertes etwa selten, daß reiche Leute an einen: Abend eine beträcht-liche Summe draufgehen lassen und bei der Anschaffung der er-forderlichen Schulbücher zu knickern anfangen und über dieTeuerung des Elementarunterrichts Klage führen? Die Lektiondes Pianisten und Tauzmeisters mit einem oder zwei, ja dreiThalern zu bezahlen, finden sie in der Ordnung; während siemeinen, daß der Mann, der ihren Kindern die allerunentbehr-lichsten Kenntnisse und Fertigkeiten aneiguet, mit 5lO Groschenreichlich bezahlt sei.

10.Es sind keine Narren und Idealisten, son-dern unsere besten Männer, die über der Nationsich selbst in ihrer Arbeit vergessen haben. Und sosoll beim wahren Fortschritte der Kultur zuletztjeden Arbeiter das Bewußtsein begeistern, daß ernicht bloß für sich und die Seinen, sondern zugleichauch für die Nation arbeitet, daß er mitwirkt, dieGrundlagen unseres lebendigsten Lebens, unsererVolkspersöulichkeit, eigenartig zu gestalten."

Das dem Lehrer vorzuhalten, dazu ist an: wenigsten Grundvorhanden; er weiß das. Er arbeitet für andere, an anderen,