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Ich überlasse den Lesern die Beurteilung, wie es damit jetzt steht^und ob etwa auch jetzt noch hier und da die „Schullehrer" Ur-sache haben, zu verbergen, wes „Zeichens" sie sind. Herr Riehltadelt dies stark. Er würde aber milder urteilen, wenn er selbstzu denen gehörte, die er nicht übel Lust hat, wieder in eine„Zunft" einzuschließen. Wer groß denkt von seiner Nation, kannnicht klein denken von dein Berufe derer, welche den Grundlegen zu jeder Art von Bildung. Wir acceptieren übrigens gernRiehls Grundsatz, „die Arbeit nicht nach dem Stande, sondernden Stand nach der Arbeit zu beurteilen und zu taxieren".Wer nur den „noblen Passionen" nachgeht, steht uns „unterdem Nachtwächter". Das ist — vermeinen die Ritter — eineFrucht des „verdammten demokratischen Geistes". —
3. „Die Bauern gehen sehr langsam und ar-beiten folgerecht auch langsam. Der echte Bauerhält den langsamen Gang für ein besonders treuzu bewahrendes Standesabzeichen."
Wie stand und steht es damit bei den Schullehrern, bei denalten und bei den jungen, den ehemaligen und jetzigen?
Ich will nur von den Berlinern das sagen, was ich einstauf der Tribüne sagte: „sie rennen durch die laugen Straßenwie die Barbiere". Man weiß, warum. Dreihundert (jetztvierhundert) Thaler Einkommen für wöchentlich zweiunddreißigöffentliche Lehrstunden in dieser Stadt, in dieser Zeit! Da geheeiner bedächtig, ehrbar und ehrsam einher! —
4. „Warum schickt es sich nicht für einen prote-stantischen Adligen/Pfarrer zu werden, währendes sich doch für einen katholischen schickt? Warumziemt es sich für einen Freiherrn, Jura zu studieren,nicht aber Medizin?"
Darauf mögen sich die Leser die Antwort selbst geben, dieAntwort auf diese „Wunderlichkeiten". Dieselbe liegt nahe, nochnäher die, warum die „Freiherren" nach dein Schulscepter nichtverlangen. In den Klosterschulen des Mittelalters finden wirHochadlige, Freiherren und Fräuleins, als Lehrer und Lehrerinnen— warum nicht auch heutiges Tages? —