xxvm.
Eine pädagogische Homitie.
Einleitung.
„Ich mußte immer daran denken", antwortete der großeNewton auf die Frage, wie es möglich gewesen sei, daß er essoweit gebracht habe. „Ich mußte immer daran denken" be-zeichnet auch den Naturtrieb des Lehrers, der es in seinein Sein,innerlich und fachmäßig in seinem Berufe, zu etwas bringen will.
Ruhkopf sagte 1794 in seiner Geschichte des Schulwesens:„Die Lehrkunst zeichnet sich dadurch aus, daß man in ihrer Aus-übung unaufhörlich Nachdenken, betrachten, prüfen, kurz, daß manbeständig studieren muß, wenn man darin nicht zu einein un-wirksamen und unbedeutenden Tagelöhner herabsinken will." Wereiner glücklichen Jugendbildung teilhaftig wird, in dem wird einbreiter Grund gelegt. Man könnte einen Palast darauf erbauen;aber wer gescheut ist, begnügt sich mit einer Hütte. In tausendFällen gegen einen nötigen auch zwingende Verhältnisse dazu.Es ist die Hütte des Berufs, die auf dem Grunde der allge-meinen Bildung errichtet wird.
In dein Berufe spitzt sich die allgemeine Bildung zu, er istihr Ausläufer, ihr Ziel. Der Mensch muß einen Beruf haben;nicht für alles, nicht nach allen Richtungen kann er wirken. DerBeruf ist eine Spezialität, bezeichnet das Werk seiner Tätig-keit. Es gilt, mit Schiller „im kleinsten Punkte die höchsteKraft sammeln", alles andere auf ihn beziehen.