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charakters und den Verlauf nationaler Angelegenheiten einen stärkerenEinfluh. Daher ist die Einführung der modernen induktiven Philosophiemit ihren mannigfaltigen, anziehenden Experimenten, mit ihren materiellenAnwendungen und ihrer beständigen Berufung auf die sinnliche Anschauungmit dem Erwachen des öffentlichen Geistes und der Liebe zur Freiheitverbunden.
Dagegen hat die schottische Litteratur des XVIII. Jahrhunderts, dievorzugsweise deduktiv verfuhr, bei all ihrem Glanz, all ihrer Gewalt undall ihren herrlichen Entdeckungen einen geringen oder gar keinen Eindruckauf die Nation im großen gemacht. Obschon diese Litteratur durch ihrenkühnen, neuerungssüchtigen Charakter besonders dazu geeignet schien, alteVorurteile zu stören und einen Geist der Forschung aufzustacheln, so wardoch ihre Methode zu vornehm für den gemeinen Verstand, und darum hatdie schottische Philosophie um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, ebensowie die griechische Philosophie im Altertum und die deutsche am Ende desvorigen und im Anfänge des gegenwärtigen Jahrhunderts, keinen natio-nalen Einfluß gehabt."
Widerlege das, wer es vermag! Was nun vor einem odermehreren Jahrhunderten für Schottland, wo noch so viel Aber-glauben herrscht, nicht mehr passend war, sollte sich das, d. h.die bezeichnte Art und Weise, für Völker, die in der Kultur soweit vorgeschritten sind, noch eignen? —
Ist es nach allem bisher Gesagten einleuchtend, daß dasNachdenken über die Methode des Forschens und Lehrens füreine wichtige Angelegenheit, für ein unerläßliches Studium jedesLehrers erklärt werden muß? Und ist es demnach zu begreifen,daß inan es für verständig erachtet, sogenannte „wissenschaftlicheLehrer" ohne jede Anleitung zu diesem Studium in die Schuleeintreten zu lassen, und Personen, welche nicht zu den Sach-und Fachkundigen gehören und oft von der Methode nicht dieProbe verstehen, die Aufsicht über den Volksunterricht und derenLehrer anvertraut? —