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Menschenkunde, Meteorologie u. s. w. erkannten Gesetze. EinTeil derselben ist mathematisch-astronomischer Natur, gehört zurdeduzierbaren Wissenschaft.
15) Das geschichtliche Wissen ist zunächst Kenntnis der That-sachen, empierisches Wissen. Gelingt es, dasselbe aus den Ur-sachen, den Motiven, abzuleiten, so wird es Wissenschaft. Dergeschichtliche Pragmatismus ist Deduktion oder die deduktiveMethode der Geschichte.
16) Das religiöse Wissen ist historisches, folglich empirischesWissen. Wie die Religion sich entwickelt hat, wird aus der Ge-schichte der Völker und Menschheit erkannt, von den rohestensinnlichen Anfängen aus bis zur Erkenntnis und Verehrung Gottesin Geist und Wahrheit. Das religiöse Wissen ist wie alles WissenProdukt menschlicher Entwickelung. Von dem induktiven Wegeaus hat man wissenschaftliche Deduktion versucht. Die Religions-wissenschaft (Theologie) ist aber noch unvollendet. Man hat jenennaturgemäßen Gang vielfach verlassen und von vornherein dasDeduzieren aus unerforschbaren Quellen versucht. Man nenntdieses Verfahren — Offenbaren. Es ist die Umkehrung der(durch Induktion und die dadurch möglicherweise vermittelte De-duktion) erreichbaren naturgemäß entwickelnden Methode — dieOffenbarung stellt dieselbe auf den Kopf. Durch dies Verfahrenläßt sich ein äußerst künstliches Gebäude aufführen, dem nur, dasein Bauherr von unerwiesenen, weil unbeweisbaren Sätzen aus-geht, das logische, folglich feste Fundament fehlt. Es schwebtin der Luft und, was noch schlimmer ist, es raubt dem Menschendie freie Bewegung, es bannt ein, schließt ein, mauert ein. Allemenschliche Entwickelung geht von unten aus.
17) Die Philosophie (um dieses zum Schluffe beiläufig zubemerken) erforscht die Grundursachen aller Dinge (nach ArthurSchopenhauer* aus vierfacher Wurzel: Grund des Werdens,
* Nach diesem tiefsinnigen Forscher giebt es nämlich eine vierfacheNotwendigkeit: s.) die physische, nach dem Gesetz der Kausalität, die Ur-sache erzeugt die Wirkung; b) die logische, die Prämissen fordern dieKonklusion; e) die mathematische, jeder geometrische oder arithmetischeLehrsatz ist unwiderleglich; <t) der moralische, das Motiv erzeugt dieHandlung.