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Es versteht sich von selbst, daß in einem Bliche von deirpersönlichen Eigenschaften, welche die Methode eines Lehrersmit bestimmen (Lebendigkeit oder Unlebendigkeit, Frische oderLangweiligkeit n. s. w.), nicht die Rede zu sein braucht; man hates darin nur mit der sachlichen, objektiven Darstellung zu thun,deren Wichtigkeit aber auch jedem einleuchten muß.
Um dieser Wichtigkeit willeu haben die bisherigeil Jahrgängevon der Methode geredet. Insonderheit war dieses in 1864 derFall, indem ich zu zeigen bemüht war, daß die induktive Methodefast durchgängig als die bildende Elementar-Methode anzuer-kennen sei.
Aus demselben Grunde will ich jetzt kurz uochmals davonreden.
Es ist mir nämlich gesagt worden, daß dem einen oderanderen Leser immer noch einige Unklarheit in betreff der Erkennt-nis der richtigen Methode im allgemeinen und ganzen vorschwebe.Darum will ich ineine Meinung noch einmal in kurzen und be-stimmten Sätzen aussprechen. Ich setze übrigens das bereitsGesagte voraus, ziehe aus demselben nur dasjenige an, was zurVerdeutlichung notwendig ist. —
Die wesentlichen Denkoperationeil, durch welche wir zu festenWahrheiten und Erkenntnissen gelangen, werden Induktionen undDeduktioneil (induzieren und deduzieren) genannt.
Alle Menscheil sind sterblich. Jedes Ereignis hat seine Ur-sache. Alles, was geschieht, erfolgt nach einem Gesetz. Ehrlichwährt am längsten. Dieses sind allgemeine, ans einzelnen (vieleil)Fällen erschlossene Urteile, Induktionen. Durch sie schließen wir,daß das, was in einzelnen Fällen wahr ist, in allen Fällen der-selben Art wahr sei. Das Wesen der Induktionen besteht alsoin der Verallgemeinerung der Urteile, Thatsachen, Ereig-nisse. Das induzierende Verfahren ist ein Folgern, Schließen, Ab-leiten. Wo nicht gefolgert wird, da ist auch kein Induzieren. Jemehr der Fälle sind, aus welchen gefolgert wird, desto sicherer istdie Folgerung. Ein einzelner Fall kann eine Ausnahme von derRegel sein, aus welchem dann nur ein Fehlschluß gemacht werdenkann. Die Induktionen sind Schlüsse aus Erfahrungen, Verall-gemeinerungen derselben; sie sind keine sinnlichen Tätigkeiten,