Druckschrift 
4 (1891)
Entstehung
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XXVII.

Die richtige Methode des Forschens und Lehrens.

Daß in den Wissenschaften wie im Unterrichte ans die richtigeMethode außerordentlich viel ankommt, sollte jeder Forscher, jederLehrer wissen, damit er dadurch den Antrieb erhielte, die richtigeMethode sich anzueignen. Ohne sie, d. h. bei Anwendung einerfalschen Methode, verfehlt man die Wahrheit, verfehlt man dasZiel des Unterrichts, die Bildung des Schülers.

Unter derrichtigen Methode eines Schullehrers" wirdübrigens mehr verstanden als logische Operationen, didaktischeGrundsätze, methodische Verfahrungsweisen; die gesamte Artund Weise, wie derselbe sich benimmt, ans die Schüler wirkt,wie er die Objekte und wie er die Subjekte traktiert: das alles ge-hört zurMethode". Ihre Wichtigkeit braucht daher gar nicht er-wiese» zu werden, sie versteht sich von selbst. Wer das nicht glaubensollte, braucht nur an staunenswürdige Thatsachen zu denken,z. B. an die: daß fleißige Schüler zehn Jahre lang wöchentlich610 Stunden Latein lernen und es nach zehn Jahren doch nichtfrei handhaben können; daß in den meisten Anstalten Jahre langMathematik doziert wird, aber die Mehrzahl der Schüler davonkaum die Probe lernt; daß man es für erlaubt, ja für verständigerachtet, die künftigen Lehrer»an den höheren Anstalten so gutwie ohne jedwede Anleitung zur Führung ihres Kunstberufes indenselben eintreten zu lassen; daß infolge dieses VerfahrensHunderte, ja Tausende von Schülern, welche für Wissenschaft,Kunst und ideale Richtung zu gewinnen gewesen wären, für die-selben verloren gehen. Das sind Thatsachen.

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