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4 (1891)
Entstehung
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Nation werden, in welcher Ansichten dieser Art allgemein würden?!

Das hat nun, Gott sei Dank, gute Wege. Vernehmen wir

2. die Meinungen anderer

über Lessing im ganzen und über seinenNathan" im be-sonderen.

1) Herder:Wahrheit forschen, nicht erforscht haben

nach Gutem streben, nicht alles Gute bereits erfaßt haben:war hier (Lessing!) dein Blick, dein strenges Geschäft, deinStudium, dein Leben."

2) Engel:Lessing ist und bleibt der Stolz unsererLitteratur."

3) Fr. Schlegel:Schwerlich sind noch andere deutscheSchriften besser geeignet,, den Geist des Selbstdenkens zu erregenund zu bilden, als die Lessingschen, welche ihre spezifische Kraftnicht durch den Inhalt allein, sondern auch durch die Formhaben."

4) W. Menzel:Nie waren Humanität und Weis-heit so innig mit dem romantischen Wesen männlicher Ehregepaart als hier, und kein neuerer Dichter, ich sage keiner,hat diese Grazie der Männlichkeit darzustellen gewußt, wieLessing. Sein Nathan bildet seinen Inhalt nach dem Licht-punkt der im 18. Jahrhundert herrschend gewordenen Huma-nität."

5) H. Heine:Der Stil ist der Mensch selber!" ist aufniemand anwendbarer als auf Lessing; seine Schreibart ist ganzwie sein Charakter:wahr, fest, schmucklos, imposant und schön;wie Quadersteine ruhen die Sätze aufeinander."

6s Petri:Lessing lebt und wirkt fort und fort in allen,denen es hell und klar ist im Geist und durch des Geistes licht-volleres Wesen auch gut und warn: ums Herz ist; er kann undsoll und wird unter dem Auge der ewigen Vorsicht auch daimmer mehr zu leben und zu wirken anfangen, wo der Geistnoch finster und das Herz noch kalt und eng ist."Nathan, das begründete Werk aller Zeiten! Daß Lessing vollheiligen Eifers für Licht und Wahrheit und für das Edelste im