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Es bleibt bei dem Dekret des Herrn Ministers: die Schule soll ineine evangelische und in eine.katholische geteilt werden. Mit demnahen 1. April tritt der Termin der befohlenen Auflösung ein,in acht Tagen soll das Dekret vollzogen werden. Nun bedenkenSie, meine Herren, mit wenigen Ausnahmen ist die ganze Stadtfür die alte Erklärung; nicht bloß Magistrat und Stadtver-ordnete, die Gesamtheit der evangelischen Bürger, sondern selbsteine nicht unbeträchtliche Anzahl von katholischen Vätern bemühtsich und petitioniert um Erhaltung der alten Einrichtung; eineAnzahl dieser katholischen Väter erklärt, sie würde nimmermehrihre Kinder in die neue Schule schicken, denn das wäre eine ein-klassige Schule, in der die Kinder von 6 bis 14 Jahren zu-sammensitzen würden, weshalb der Unterricht nur schlecht seinkönne. Der Magistrat sagt: wir können nicht zugeben, daß einTeil der Kinder unserer Stadt schlechter unterrichtet wird, alsdie Mehrzahl, — hilft nichts!
(Heiterkeit.)
Das, meine Herren, ist der Büreaukratismus, der büreaukratischeScholarchismus. Ich erlaube mir nur noch au den Herrn Ministerdie Bitte zu richten, wenn er auf die früheren Verhandlungendes Hauses und auf meine jetzigen Bemerkungen doch ein wenigGewicht legen möchte, wenigstens die Auflösung der Schule inzwei Schulen, die jetzt am 1. April eiutreten soll, vorläufigzu sistieren. Ich wiederhole nach diesem Zwischenfall: unsereAbsicht geht dahin, den Staats-Absolutismus in Schulsachen zubeschränken oder zu beseitigen, desgleichen den klerikalen Einflußzu schwächen oder zu beseitigen, dagegen die Selbstverwaltungder Gemeinden zu stärken und in ihr wohlbegründetes Recht ein-zusetzen. Die Unterrichts-Kommission, oder, damit ich nicht zuviel sage, ich — ich gehe damit um, die durch die vorhergehendenBemerkungen an den Tag gelegte Freiheit der Schule — inanderem Sinne verstehe ich sie nicht — zu verteidigen, also indem freien Staate, neben der freien Kirche eine freie Schule insLeben rufen zu helfen, wohlgemerkt — in dem angegebenenSinne — eine freie Schule. Ich gehe soweit, daß ich vondem Unterrichtsgesetz verlange, daß es zn den einzelnen Gemeinden
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