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8. Die freie Teilnahme der Lehrer an diesen Bildnngs-bestrebnngen.
9. Die von einzelnen Regierungen, von Landständen, Kor-porationen und Vereinen beantragte Erhöhung der Selbständig-keit der Schule und ihrer Lehrer.
10. Die von denselben ausgehende Forderung einer Ver-stärkung der praktischen Bildung der Jugend.
11. Das ernste Bestreben der Lehrer, der strengeren Auf-sicht, fördernden Leitung und Führung von seiten sach- und fach-kundiger Schulmänner unterstellt zu werden.
12. Die Anerkennung der Gerechtigkeit und Achtungswürdig-keit dieses Strebens, nicht bloß von seiten volkssreundlicher Re-gierungen und Landstände, sonder» auch von seiten kirchlicherAufsichtsbehörden.
Die Aspekten stehen günstig.
Man hat die Deutschen eine pädagogische Nation genannt.Sie ist es, d. h. sie kann sich — so wenig wie die altgriechischees konnte — ihre Zukunft ohne planmäßige Erziehung ihrerJugend nicht denken. Andere Kulturvölker haben andere Ten-denzen, eine andere Geschichte. In der deutschen Entwickelungliegt der Gedanke der Erziehung, man kann ihn einen deutschenGedanken, einen deutschen Glauben nennen. Die Deutschen sinddas „Volk der Denker", Preußen ist „das Land der Kasernenund Schulen" genannt worden. England macht Anspruch ausden Ruhm, ein „Hort der Freiheit" zu sein; Frankreich stehtnach seiner Meinung ü 1a töte; cts 1a Zivilisation; möge sichunser Vaterland die Vermittlerrolle der inneren, humanen Ent-wickelung erhalten und die Fahne der Fortschrittspädagogikaufpflanzen! Nach seiner Vergangenheit, wie nach seiner äußerenund inneren Lage ist dieses seine Mission unter den KulturvölkernEuropas und der Welt.