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5. Der Sprachunterricht (in der Muttersprache).
Lesen und Schreiben ist der erste elementare Teil desselben.
Zu ihm tritt das Sprechen und Schreiben der Ge-danken und die rationelle Kenntnis der Sprache, ihrerGesetze und Regeln (das Grammatikalische).
Das wohlklingende accentvolle Sprechen (in allem Unterrichtzn erstreben) ist wesentlich Imitation, wird wesentlich nichtgelernt und gelehrt durch Regeln, sondern durch Hören und Thun.Doch ist auch Rationelles darin, auf welches aufmerksam ge-macht wird, und der Lehrer muß mit den Gesetzen und Regeln,nicht bloß mit der Logik der Sprache, sondern auch mit derRhythmik, Dynamik und Melodik der Sprache bekannt sein.
Das gesetzmäßige, orthographisch- und stilistisch-richtigeSchreiben eigener Gedanken ist Produkt der Gesamtbildung,wird erlangt durch Kenntnisse, Nachdenken, Nachahmung undÜbung. Das Bewußtsein des Nichtigen wird erstrebt durchgrammatische Kenntnisse und Übungen.
Da die Gesamtbildung des Schillers das Maß der Fertig-keit in mündlicher und schriftlicher Darstellung bezeichnet, so giebtes darin unzählige individuelle Stufen, ein letztes Ziel läßt sichdarüber nicht festsetzen.
Die Gesamtmethode ist ihrer Natur nach sehr zusammen-gesetzt: Anhörung, Anschauung, Betrachtung und Zergliederungdes Mustergültigen, Nachahmung desselben, freie Darstellung desEigenen, Kenntnis des Gesetzmäßigen. Die Methode ist zusammen-gesetzt aus Analysis und Synthesis, erweckt Gefühl und Verstand,nimmt Einsicht und Übung in Anspruch, berücksichtigt individuellenStandpunkt und persönliche Begabung, ist daher das Gesamt-produkt der pädagogisch-didaktischen Bildung des Lehrers. VirtuoseAusübung desselben bekundet den Meister. —
L. Die Realgegenstände.
Die Naturkunde ist wie alles Wissen äußerer, sinnlicherDinge zunächst ein Gegenstand der Erfahrung (Empirie) durch dieSinne des Menschen. Man lernt sie kennen durch Anschauung