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in ihren Schulen, die den heutigen Anforderungen entsprechen,ob mit denselben etwa der traurige Zustand von ehemals ver-glichen werden kann — endlich würdigen Sie die eigentlicheStärke der Lehrer, die - lächeln Sie nicht! — in der ausge-arbeiteten Methode wurzelt: und dann, wenn Sie dieses alleswahrgenommen, überdacht und gewürdigt haben, dann sprechenSie unbefangen ein Urteil darüber aus, ob Sie sich noch dieBefähigung zutrauen, das heutige Volksschulwesen dirigieren undseine Lehrer leiten zu können!
Fragen Sie sich selbst, wenn es noch nötig sein sollte, wieviel Zeit Sie dem Studium der Pädagogik gewidmet haben undnoch widmen, wie viele von den 50 deutschen Schulblättern Siehalten und lesen, welche Rechenschaft Sie geben können überdie Methoden aller Unterrichtsgegenstände, über die allgemeinenGesetze jedes Unterrichts und die besonderen jedes Faches, überdie psychologische Begründung des entwickelnd-erziehenden Unter-richts — und dann, dann fällen Sie Ihr Urteil!
Als Herr Flashar auf dem letzten Kirchentage in Branden-burg die fernere Befähigung seiner Kollegen zur Schuliuspektionmit unwiderleglichen Gründen in Abrede gestellt hatte, gestandeiner der anwesenden Brüder, daß er sich von der Wahrheit undRichtigkeit der vorgetragenen Behauptungen durch den längerenBesuch eines Seminars und dessen Schule überzeugt habe, undein Mann, dessen Stimme die von Hunderten überwiegt, derPropst Nitzsch, gab dem Redner seine unbedingte volle Zu-stimmung zu erkennen.
Ich eile zum Schluffe, ich habe nur noch auf das Resultatder vorgelegteu Thatsachen hinzuweisen: die Geistlichen habenin Schulsachen ihre Autorität eingebüßt. Die Zeit-bilduug hat sie in dieser Beziehung überholt. Von demAufseher verlangt man aber, daß er für den Beaufsichtigten eineAutorität sei. Dieses ist nur möglich, wenn er die Sacheam besten versteht. Ist dieses nicht der Fall, dann kannman zwar dekretieren, reglementieren und ordonnieren; aberAutorität, nämlich innere Anerkennung, kann man damit nichtschaffen. Die Zeit, in welcher man vor dem Barett und der