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Und hoffentlich wird kein Lehrer dieser Gattung denken: wasgeht das mich an, was in der Zukunft einmal sein wird?Jeder hat die Pflicht, die bessere Zukunft vorzubereiten. DieseZukunft entspringt aus deu Keimen, welche in der Gegenwartgepflegt werden. Kaut verlangt daher mit Recht, daß dieJugend für die Zukunft erzogen werde.
Nach alledem vergegenwärtige man sich die aufsteigendeProgression: Konfessionsschule — Simultan-
schule — paritätische Schule — konfessionsloseSchule — Humauitätsschule mit gemeinsamem Religions-unterricht aller Kinder einer Kommune, folglich eine Kommu-nalschule in unbeschränktem Sinne des Wortes, und, weil siedie gesamte Jugend des deutschen Volkes anfnimmt und ingleicher Weise behandelt, die deutsche Nationalschule.Durch dieselbe beseitigen wir fundamental aus unserem Volkedie Ungleichartigkeit der Grundbildung, das Absonderungsgelüstender Stämme, das egoistische Vorurteil der Bevorzugung durchabsonderliche Gläubigkeit, die Zwietracht und deu Haß, begründendurch sie die Einheit in Gesinnung und Streben und erobernuns dadurch — nicht durch das Mittel der Vergewaltigung,sondern auf dem friedlichen Wege der Erziehung und Bildung— das deutsche Vaterland. Äußerliche Einheit ist gut, istnotwendig, sie ist aber nicht das Höchste; viel wichtiger ist dieinnere Einheit, sie erzeugt die äußere. So verfahren, heißtmenschlich (human) verfahren, deutsch denken, in deutscher Weiseerziehen und bilden.
Bei Gelegenheit der Diskussion über den Antrag: den kon-fessionellen Charakter der Schulen zu beseitigen, führt Diester -weg folgende Gründe für den Antrag an:
1. der wirtschaftliche oder finanzielle Grund.
Gesetzt, eine Stadt habe 30000 Einwohner, wesentlich indrei ungefähr gleiche Teile zerfallend: Katholiken, Protestanten,Juden. Machte nun jede dieser Konfessionen das Recht auf einihr angehöriges Gymnasium und eine ihr angehörende Real-schule geltend, so hätte die Stadt 3 Gymnasien und 3 Real-schulen zu errichten. Die Anwendung dieses Beispiels auf die