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4 (1891)
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scholastischen Theologie hauptsächlich auf das Praktische gehendenUnterricht in der Religion, lautere christliche Moral des Evan-geliums", und er fügt in bezug auf den scholastischen, orthodor-dogmatischen Unterricht hinzu:Wer ist immer stark und glücklichgenug, solchen sinnlosen Unterricht in der Theologie, in derDogmatik, die dem Schiller Haß und Verachtung gegen andereReligionen und Konfessionen einflößt, zu verschmerzen, und denSchaden, den ihm die Schule that, ganz zu verwinden?"

In derLitterarischen Korrespondenz", welche der erleuchteteMann mit dem Domherrn v. Nochow führte, spricht er sich infolgender Weise ans:Solange die vortreffliche Lehre Christimit orientalischen Begriffen und, ans den Dörfern gelehrt, mitOrthodoxie den Menschenhaß fortpflanzt, undenkbare Sätze höchstwichtig bleiben, alles Nützliche aber als Nebensache betrachtetwird, solange, scheint es mir, werde der menschliche Verstand auchunterdrückt bleiben und nichts als abrutisseinsnt die Folgedavon sein können."

Der (Brandenburgers Inspektor macht Kinder und Schul-lehrer in der Kirche herunter, weil sie von Gnadenwahl, derKreuzigung des alten Adam nichts wissen."

Ich habe mit Vergnügen (in den Rochowschen Schulen)bemerkt, daß der wichtige Unterschied zwischen Theologie undReligion beobachtet und nicht sowohl auf Vielwisserei und Aus-wendiglernen, sondern darauf gehalten wird, daß den Kindernalles und jedes deutlich gemacht und durch Begriffe, die ihnenschon bekannt sind, erklärt und ihnen überhaupt Gelegenheit ge-zeigt wird, das ihnen Vorgetragene in ihrem Leben anzuwenden,welches der einzig wahre Weg ist, die Absicht aller Pädagogik,nämlich bessere und fürs thätige Leben brauchbarere Menschenzu bilden, zu erreichen."

In der Richtung dieser Anschauung verordnet 1799 dieOberschulbehörde iu Berlin, daß in de» Volksschulen von demkonfessionellen Unterricht Abstand genommen, nur die allen Kon-fessionen gemeinsamen Lehren vorgetragen werden sollten. Inwelchem Lichtglanze erscheint eine solche Behörde im Vergleichmit andern, die nach ihr gekommen sind, welche von der Auf-