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gegen, an welchem die Konfession des Direktors wechseln (alter-nieren) muß, ist eine Simultananstalt.
Wie aber, wenn ein Lehrer jüdischer Konfession oder Religionan einer statutarisch-christlichen angestellt wird?
Nach dem Gesagten ändert dieses an dem gesetzlichen Wesender Schule nichts, und zwar ebensowenig, als wenn ein Christan eine statutarisch-jüdische Schule berufen würde. Wenn esaber durch die Grund bestimmung en einer Schule festgestelltist, daß nicht bloß Männer der christlichen, sondern auch derjüdisch eil Religion als ordentliche Lehrer berufen werden dürfenoder müssen: so würde dieselbe, ich möchte sagen, in poten-ziertem Sinne zu einer Simultanschule.
Solches wird z. B. für die Realschule in Posen durch ihrestädtischen Behörden beabsichtigt. Gleich bei der Stiftung derAnstalt fungierte außer katholischen und evangelischen Lehrernein jüdischer an derselben; aber eS war die Berechtigung oderVerpflichtung zur Anstellung eines solchen Lehrers in dem Statutnicht vorgesehen. Der damalige preußische UnterrichtsministerEichhorn konnte daher die Anstellung dieses Lehrers als provi-sorisch oder interimistisch ansehen; der ihm folgende Ministerv. Raumer hegte dieselbe Anschauung und weigerte sich ihrzufolge, den von dem Magistrat und den Stadtverordneten inPosen ausgehenden Vorschlag: einen anderen jüdischen, vorerstwiederum nur zu provisorischer Stellung zugelassenen Lehrerdefinitiv anzustellen und den übrigen Lehrern nebenzuordnen,zu genehmigen.
Giebt die Stnatsregierung dem Anträge der Stadtbehördenendlich Folge, so ist die Realschule in Posen (entsprechend deinVerhältnis und dem Bedürfnis der aus Katholiken, Protestantenund Juden bestehenden Bevölkerung der Stadt) eine Simultan-anstalt in ausgedehnterem Sinne. Zum Unterschiede von demoben dargestellten, nach meinem Ermessen beizubehaltenden Sinnedes Begriffs einer Simultanschule nenne ich eine solche Anstalteine paritätische (d. h. eine die gleichen Rechte der Be-völkerung gesetzlich respektierende). Sie wäre ein Nachbild desPreußischen Staates, der auch ein paritätischer ist, d. h. nicht