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zu meiner Freude in Schlesien der Fall gewesen. Die Lehrerhaben sich mit ihren Kollegen beraten, haben sich gegenseitig ihreErfahrungen mitgeteilt, und es ist dadurch wieder Beruhigungund Zuversicht über sie gekommen.
Meine Herren, was bleibt dem Lehrer, wenn inan ihm dieFreudigkeit an und in seinem Berufe raubt? Sind es äußereMomente, äußere Magnete, die ihn anziehen, oder verzichtet nichtein Mensch, der den Schulweg betritt, für das ganze Leben ansäußere Glücksgüter? Das einzige Gut, was er besitzt, ist dasBewußtsein, für Gott, König und Vaterland in rechter Treuegewirkt zu haben, lebenslang in schwerem Berufsdienste. Daß dieDenkschrift dieses Resultat nicht hat herbeiführen können, das istder schwerwiegende Vorwurf, den ich denen mache, die sie verfaßtund unterschrieben haben. Daß es sich so mit den schlesischenLehrern verhält, wie ich gesagt habe, — von den Brandenburgernspreche ich nicht, denn sie sind von jeher so isoliert gehaltenworden, daß sie gar keine Geineinschaft gehabt haben — das hatsich gezeigt, als der evangelische Pfarrer Löschte, dieser gottes-fürchtige, ehrfurchtsvolle Mann, seine Druckschrift* veröffentlichte.Man ist zu ihn: hingeströmt, hat ihm gedankt, hat ihn: die Händegeküßt dafür, daß er die Ehre der Lehrer gerettet hat, und nochmehr haben sie sich darüber gefreut, daß er die Ehre ihrer Lehrerwieder hergestellt hat.**
Die Provinz Schlesien, meine Herren, war der Augapfeldes Ministers v. Altenstein in pädagogischer Beziehung. Als aufAnregung des unsterblichen Fichte hingewiesen war auf den inder Schweiz aufgegangenen pädagogischen Stern, da schickte man
* „Das Streben des ehemaligen ev. Schullehrer-Seminars zu Breslauu. s. w." Breslau 1861. Hinzuzufügen ist die gleichfalls von Löschte her-rührende Beleuchtung der von dem Seminardirektor Bock verfaßten Ver-teidigung der ministeriellen „Denkschrift" in dem „Neuen Schles.Schulboten".
** Der Dankadresse der Breslauer Lehrer folgten Dankschreiben vonHunderten, unter welchen sich auch Nicht-Schlesier befanden, z. B. west-fälische Lehrer, mit Recht geleitet von der Ansicht, daß Lösch kes Schriftviel mehr enthalte, als eine Verteidigung des ehern. Breslauer Seminars —die Verteidigung des vor-regul. Schulwesens überhaupt.