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4 (1891)
Entstehung
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XI.

Die elementare Geometrie.*

Der geometrische Unterricht muß den SchülernFreude machen, wo das nicht der Fall ist, wo erzu einem zwangsmäßigen Unterrichtsgegenstand her-absinkt, da lasse man ihn ganz fallen. Die schlechteMethode allein macht die Schüler zu Feinden derGeometrie.

Daß die Geometrie in einer Volksschule, welche auf denNamen einer guten, d. h. einer solchen, welche den Grund zuallgemeiner Menschenbildung legt, Anspruch macht, nicht fehlendürfe, steht fest**. Aber ebenso fest steht, daß ein wissen-

* Nach den in diesem Aufsätze enthaltenen Ansichten ist die Schriftgearbeitet: A. Diesterwegs Elementar-Geometrie für Mittelschulen und höhereMädchenschulen. Neu herausgegeben von Eduard Langenberg. Mit 90 inden Text gedruckten Holzschnitten. 5. vermehrte Auflage. 1877. M. Diester-weg, Verlagsbuchhandlung in Frankfurt a. M.

** Notwendiger als die Geometrie ist in dem allgemeinen Volks-schulunterricht die Zahlenlehre, wegen ihrer Anwendung auf die Verhältnissedes praktischen Lebens als Rechenkunst; bildender und anziehenderwegen ihrer durchgängigen Anschaulichkeit und Bildlichkeit, sowie wegen ihrerAnwendung auf die Raumverhältnisse der Natur ist die Geometrie. DieZahlenlehre und die Geometrie sind wegen der Einfachheit der Elemente,aus welchen ihr Inhalt besteht und entsteht, die eigentlichen elementarenFächer der Volksschule, man kann sagen, der allgemein-menschlichen Schuleund Bildung.Es giebt keine königliche Geometrie", sagte schon ein Alter;die Asiaten, Afrikaner und Amerikaner haben keine andere als dis Europäer;die Eigenschaften des Dreiecks sind überall dieselben. Die Geometrie ist einkosmopolitischer, ja ein kosmischer Gegenstand, sie hat auch auf dem Jupiterihre Bedeutung. Wo Raum ist, da sind auch die Eigenschaften des Raumes