Druckschrift 
4 (1891)
Entstehung
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ein Goethesches Wort, so gilt es von dem Übermaß desMemorierens:

Und in den Sälen aus den BänkenVergeht ihm Hören, Sehn und Denken."

Außerdem empfehle ich den Lesern zu weiterem Nachdenkenund zu mündlichen Erörterungen folgende von Ri ecke aufge-stellte Thesen:

1. Der Blechanismus des Lernens ist der Tod desDenkens. Dagegen kann und soll der Mechanismus desThuns Frucht des Denkens sein.

2. Man hält zu viel von: Lerne,:, man begnügt sich zuviel mit uachgesprocheneu Worten, man legt zu vielWert auf wörtliches Einprägen ins Gedächtnis.

3. Nur die heuristische Lehrform ist wahrhaft zum Denkenanleiteud.

4. Die bloße Gedächtnisbildung ist der Übung der Denk-kraft nicht förderlich.

5. Das Gedächtnis darf nie auf Kosten der Deukentwicke-lung gebildet werden.

6. Das Verstehen des Gelernten den: Leben überlassen istDenkfaulheit und Unverstand. Was der Schüler lernt,muß er verstehen.

7. Alles Lernen muß denkend geschehen.