Druckschrift 
4 (1891)
Entstehung
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VI.

Fünfzehn Chefes.

1) Die religiöse Entwickelung und Bildung des Kindes be-ginnt mit der Anregung und Erweckung religiöser Gefühle inder Anfänger- Schule vorzugsweise durch Gebet und biblischeGeschichten.

2) Das religiöse Gefühl wird (abgesehen von der indivi-duellen Haltung des Lehrers, die als Vermittlerin zwischen demSchüler und dem Gegenstände dem Subjekt und Objektvon prinzipaler Wichtigkeit ist) durch die Anschauung religiöser(religiös oder fromm empfindender, denkender oder handelnder)Menschen erweckt.

3) Die Hingebung des Kindes an die Anschauung oder(wenn man will) die Vertiefung in die geschichtlichen Thatsachenist Bedingung zur Erweckung der Freude an denselben und da-durch zur Erweckung des religiösen Gefühls.

4) Die Vertiefung in die Sache, sage ich folglich Ab-lenkung ( Nicht-Hinlenkung, denn das Kind ist von selbst nuraufmerksam auf die Sache), Ablenkung von derAuf m e rk -samkeit auf das Wort.

5) Die Aufmerksamkeit des Schülers aus das Wort schwächtdie Aufmerksamkeit auf die Sache, folglich die Hingebung andieselbe, also den eigentlichen Zweck.

6) Man darf daher nicht verlangen, daß der Schüler dievorgetragene Erzählung genau in der Form, in welcher der Lehrersie vorgetragen hat, mündlich wiedergebe. Alan thut am besten,