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sich speciell auf Pädagogik beziehen*, zusammenstellte. Aber ichbin davon znrnckgekommen; jede einzelne Stelle kam mir vor wieein Stern, heransgenonnnen ans dem Sternbild, durch welchesund in welchem er erst seine richtige Stellung und seine Be-deutung empfängt. Ich will es daher unterlassen, obgleich ichjeden: Leser bedeutender Schriften den Rat erteile, Kernstellenaus denselben zu sammeln, deren Wiederlesen besonders dannvon Wert ist, wenn sie dem Leser den ganzen Zusammenhang,in welchem sie Vorkommen, wieder lebendig vergegenwärtigen. „All-gemeine Wahrheiten oder Sittensprüche, in den dramatischenDialog eingestreut" — sagt Schiller selbst — „haben für-alle gebildeten Völker einen großen Reiz gehabt. Die Griechenmachten davon häufig (fast übertriebenen) Gebrauch." WennPersonen verschiedener Stände sich ans seinen Schriften solcheSammlungen anlegen, so werden sie verschieden ausfallen, aberkeine wird leer ansgehen. Das Allgemein-Menschliche ist zwarfür alle; aber jeder, der Fürst wie der Bauer, der Minister wieder Soldat, der Kaufmann wie der Lehrer, bekommt sein be-scheiden Teil. Wie nach der Erscheinung des „Mädchens ausder Fremde" geht „Jeder beschenkt nach Haus".
Über alldem wird dem Leser das große Bild ihres Urhebersnicht verschwinden, wenn auch das Ganze nicht überall vollständig,sondern nur teilweise beleuchtet und illustriert erscheint. Jedergroße Mann ist aber und bleibt größer als sein vollkommenstesWerk. „Schiller für immer!" —
* Dieselben kommen zerstreut vor. Goethe hat sich viel häufigerdirekt über pädagogische Angelegenheiten ausgesprochen als Schil ler. Selbstseine geistvollen Abhandlungen in den „Briefen über ästhetische Erziehung"liefern für den praktischen Pädagogen nur geringe Ausbeute. Man mußsich daher, mie wir es oben auch gethan haben, an seine allgemeinen großenAnsichten halten. Er selbst sagt von sich, daß er sich nicht dazu gemachtfühle, im eigentlichen Sinne des Wortes zu lehren. Trotzdem (oder ebendeswegen?) ist er im großen Sinne des Wortes ein praaosptor Ltormauiao.— Für den praktischen Lehrer ist seine Art, die Gegenstände durch Zu-sammenstellung und Beleuchtung der Gegensätze (Freiheit und Notwendig-keit, Ideal und Wirklichkeit, Natur und Kultur, Vernunft und Sinnlichkeit,Gehalt und Form u. s. w.) zu behandeln, sehr lehrreich. —