Korporation der Lehrer und Erzieher in sich zerrissen und ge-spalten ist! Was Wunder, daß darum alle, die nur von derSelbständigkeit im Denken und Thun Heil erwarten, nicht müdewerden, zur freien Prüfung der entgegengesetzten Vorschläge anf-zumnntern, was Wunder, daß Menschen dieser Art auf L es singals auf einen Pharus der freien Entwickelung und des prote-stantischen Geistes Hinweisen!
Es fehlt, wie jedermänniglich bekannt, nicht an gewichtige»Stimmen, die dem praktischeil Schullehrer dieser Tage oder auchfür alle Zeiteil („zur Sicherung des Heils der Kirche und desStaats") die Befähigung zu vorurteilsfreier Beurteilung derDiilge und zu freier Selbstbestimmung absprechen und ihn vondiesem Standpunkte fern zu halten sich anstrengen und darumjetzt noch, wie zu Olims Zeiteil, das Bedürfnis einer vollgültigenAutorität für ihn verkündigen. Wohlan, es sei! Welcher Autoritätsoll der Lehrer in paockagwAiois folgen? Soll er sich einen vonden vorgenannten oder, damit er allen Richtungen gerecht werde,sie alle zugleich wählen, oder den Mann, in dem sich der Ver-stand eines ganzeil Jahrhunderts konzentrierte, den echteil Re-präsentanteil des wahren Protestantismus*, den „Ritter vomGeist", der welsches Unwesen in Kunst und Litteratur über dieGrenzen des Vaterlandes verscheuchte und im Kampfe für Geistes-sreiheit gegen die Scharen der Schwarzröcke und Kutten und dielutherschen Päpste unter der Anführung des Hamburger Zions-wächters Melchior Göze die siegreichen Schlachten schlug?
Ich denke, die Autorität dieses einen und einzigen wiegtDutzende der jetzt Lebenden auf, und die Schwere seines Namensauf die eine, die der Gegner auf die andere Wagschale gelegt,schnellt diese wie leichte Federflaumen in die Höhe. Schon zuseinen Lebzeiten, in dem ruhigen Jahrzehnt der 70er Jahre fandman die ersten Männer der Nation auf seiner Seite, und in derSturinperiode des ersten Jahrzehnts des 19. Jahrhunderts, als esgalt, den preußischen Staat zu regenerieren, standen die Männer des
* Obige Prädikate „echt" und „wahr" wären nicht beizufügen gewesen,wenn es keinen falschen Protestantismus und keine unechten Repräsentantendes Protestantismus gäbe.