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3 (1891)
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der Sache zu fördern, ihren Grund. In welchem Stande mandie höhere Sach- und Fachkunde und die aus ihr stammendeLiebe zum Gegenstände vorfindet, aus dessen Gliedern wähle mandie Inspektoren der Schule und die Leiter der Lehrer! Die indieser Beziehung wahrnehmbare Mangelhaftigkeit erklärt die sohäufige Verrückung des eigentlichen Zieles der Schulen und dieVerirrungen aus dem Wege zu demselben.

9) Korporative Organisation der Lehrer einund derselben Kategorie zum Schutz und zur Belebungder freien Bewegung ihrer Glieder innerhalb der Grenzen ihrerBestimmung (oder Aufgabe) zur Entwickelung des sachlichenFortschritts von unten auf und von innen heraus zur Ge-staltung der Einrichtungen, welche die Belebung der Glieder unter-einander und ihren geistigen Fortschritt sichern.

Wie in jedem von der Natur angeordneten Organismusjedes Glied als thätiges Organ eine bestimmte Funktion ausübt,so hat auch in wohlgeordnetem Gesellschaftsorganismus jederStand seine Funktion zu verrichten in derjenigen Selbständigkeitund freien Bewegung, welche der Zweck des Ganzen gestattetund die innere lebendige Thätigkeit des Organs fördert. Vonaußen kommende Antriebe zur Thätigkeit sind willkommen; aberdie wahren lebendigen Antriebe müssen von innen stammen. Manbraucht die edlere» Triebe der Menschennatur nur walten zulassen und die Strebungen nach gesellschaftlicher Vereinsthätigkeitnicht zu hindern und es gestalten sich die Einrichtungen zubelebendem Fortschritt und znr Fortbildung der Glieder vonselbst. In den selbständigen, freien Vereinen sind die Gedankender Menschen besser als in der Isolierung, und die Vereine bietendie schönste Gelegenheit, die in der Stille gereiften Gedanken nnddie gelungenen Versuche der Einzelnen zur Kenntnis aller zubringen und ihrer Prüfung vorzulegen. Je weiter der Umfangdes Gebietes der freien Bewegung ist, desto mehr entwickeln sichdie lebendigen, schaffenden Kräfte, desto glücklicher fühlen sich dieStrebenden. Je enger man dagegen den Kreis der Thätigkeitzieht, je mehr man die Menschen isoliert: destomehr verkümmerndie Gedanken, desto unglücklicher fühlen sie sich. Wer seine Ge-danken nicht Mitteilen will oder nicht darf, ist auf dem besten