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3 (1891)
Entstehung
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Entwickelung begünstigt. Er schwärmt, weil er jede Individualität,d. h. Naturbestimmtheit, respektiert, für keine Spezialität, keineUniform, weder für die weiße, noch für die schwarze, weder fürdie Schwarzweiße, noch für die schwarzgelbe, obgleich ihm, alsIndividuum, die eine mehr zusagt als die andere. Freie Ent-wickelung dabei bleibt es. Einen Menschen nach Willkürfür die eine oder die andere Spezialität prädestinieren und prä-formieren ist Verbrechen am Seelenleben des Menschen.

3. Die Ziele der Lchrerbestrebnngerr für alle Zeiten.

1) Selbständigkeit der Pädagogik (die Anthropo-logie einschließend) als Wissenschaft.

So wenig wie einer andern Wissenschaft dürfen ihr vonirgend einer Seite her Voraussetzungen, Lehrsätze, Dogmen, denensie sich zu fügen habe, ausgenötigt werden; sie muß gegen jedenZwang protestieren.

2) Selbständigkeit der Didaktik als Anwendung derTheorie der Pädagogik auf die Praxis des Unterrichts.

Aller Unterricht ist daher sowohl nach der Verteilung, Ab-stufung und Anordnung des Inhaltes (des Lehrganges),wie nach dessen praktischer Behandlung (der Methode)nach den Regeln der Didaktik einzurichten. Wenn es daherauch zulässig (wie herkömmlich) ist, daß ein Lehrstoff der Schulevorgeschrieben wird, so ist es doch schlechthin unzulässig, daß sichdie Vorschrift auch über den Lehrgang und die Methode erstrecke.Die Bestimmung darüber gebührt den Pädagogen.

3) Erziehung und Bildung der Jugend zur Selbständig-keit und freien Selbstbestimmung, auf dem Grundesittlich-religiöser Motive und Grundsätze, durch Herausarbeitungaller Kräfte in Selbstthätigkeit und Anstrengung.

In allen Anstalten, die nicht einer bestimmten Berufs-,sondern der allgemeinen Menschenbildung dienen, muß daher derformale Zweck vorwalten. Das höchste Ziel dieser Bildungist der edle, feste Charakter.

4) Erziehung der Jugend in Einheit mit dem ganzenMenschengeschlecht zur Humanität und thätigen, auf-opfer ungsfähigeu Men sch enliebe.

Die Absonderung der Kinder nach der Konfession ihrer Eltern