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ein Satan behandeln, und die Weltgeschichte zeigt, wie einge-fleischte Kirchengläubige gegeneinander gewütet haben. Darumdürfen Nationalität und Kirchengläubigkeit nun und nimmer alsdie obersten Ziele der Bildung hingestellt werden. WahreMenschen haben mir in den anderwärts beispielsweise Genanntenbesessen; wahre Menschen, echte deutsche Männer und individuell-charakteristische Personen zugleich. Die Vertiefung in ihr Wesenverdrängt die Engherzigkeit, die nationale wie die kirchliche Be-schränktheit. —
Sollen Namen genannt werden, aus deren Werken mandas höchste Ziel der Erziehung kennen lernen kann, so müssen invorderster Reihe, nach dem erhabensten Beispiel auf Erden, dieNamen Lessing, Herder und Schiller genannt werden, inwelchen sich die Grundidee und der erhabenste Zweck des Christen-tums als Menschheitsreligion verkörpert hatte, und zwar in national-deutschem Gepräge. Sie waren M enschen und darum Christenim edelsten Sinne des Wortes, blieben aber trotzdem echte undwahre Söhne der deutschen Nation. Ebendarum sind und bleibensie Vorbilder für jede wahre, für nationale und christliche Pädagogik.
2. Charakter der wahren Erziehung.
(Der Kulturstufe der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts entsprechend.)
Es dürfte nachgerade wohl nicht unzeitgemäß sein, die Päda-gogik der modernen Schule einmal summarisch zu charakteri-sieren. Dieses kann in aller Kürze geschehen und soll sofort hierversucht werden. Wir schicken einige Bemerkungen über die jetztunter uns vorhandenen pädagogischen Parteien voraus.
Ihrer sind wesentlich drei:
1) die supranaturalistisch-orthodoxe;
2) die ästhetisch-sentimentale;
3) die ideal-reale.
Die erste wird repräsentiert durch die orthodoxen Kirchen,die Preußischen Regulative und deren Anhänger, kurz durch die,welche vorzugsweise den „Charakter der Gläubigen" für sich inAnspruch nehmen und das „Gläubigmachen" als die höchste Auf-gabe der öffentlicheil Erziehungsanstalten darstellen.
Die zweite, weit schwächere, mehr oder welliger mit der