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ich aber nicht Rücksicht nehmen, sondern nnr ein ideales Bildder Struktur der Erde geben. Wenn ich sagte, daß die Schicht,welche unter einer andern liegt, die ältere ist, so gilt das auchnnr im allgemeinen; denn Revolutionen können eine Schicht, dieursprünglich unter einer andern gelegen hat, über diese weg-wälzen, so daß eine Unregelmäßigkeit in den Erdschichten entsteht.Die Hauptmassen nun, die in dieser Periode gebildet wurden,sind noch alle neptunischen Ursprungs, der Vulkanismus hatdamit noch nichts zu schaffen. Es sind: die Kreideformation,der Jurakalk und die sogenannte Trias, weil der Haupt-glieder dieser Formation drei sind, zu oberst der sogenannte Keup e r,dann der Muschelkalk und unter diesem der bunte Sand-stein. Das Kreidegebirge ist also das jüngste der sekun-dären Zeit. Es kommt in großen mächtigen Lagern vor, bis zumehreren hundert Fuß Mächtigkeit, z. B- aus den Inseln Möen,überhaupt auf den dänischen Inseln, auf Rügen, an den Küstenvon England und Frankreich, über ganz Nordfrankreich weg. DieKreide ist übrigens von sehr verschiedener Natur, so daß manz. B. mit der Kreide im nördlichen Frankreich nicht schreibenkann. Wie Ehrenberg nachgewiesen hat, ist sie vorzugsweiseein Produkt der Kieselpanzer von Jnfusionstiererr. Man findetin der Kreide häufig Feuerstein. Zn dieser Formation gehörtauch der Quadersandstein. Die Formationen, zu welcheneine Anzahl von Gebilden gehört, werden hier immer nur nachdem Hauptgebilde benannt. In der sächsischen Schweiz und beiAdersbach in Böhmen bildet der Quadersandstein noch Pyramiden,welche Hunderte von Fußen in die Höhe ragen und zu Tagestehen, und die Reste von einem Gebirge sind, in dem dasWasser die weicher» Teile weggeschwemmt und nur die festerenhat stehen lassen. Unter der Kreide liegt der Jurakalk inungeheurer Mächtigkeit; er hat seinen Namen vom Juragebirgezwischen der Schweiz und Frankreich, geht aber über einen großenTeil der bekannten Erde. Man unterscheidet den s chwar zen Inra,von den Engländern Lias genannt, den braunen Jura undden weißen Jura. Unser lithographischer Stein gehört dieserFormation an. Dann folgt also, wie schon bemerkt, die Trias
Diesterweg, Ausgeiv. Schriften. 2. Aust. III. 23