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und zwar zunächst der Keuper. Die Felsen Helgolands z. B.bestehen aus Keuper. In Thüringen nennt man keupern, zu-sammenlesen, zusammenwürfeln; ich glaube, daß daher der Namekommt: eine Formation von verschiedenen Schichten. Unter dem-selben liegt der Muschelkalk, den wir auch bei Rüdersdorfhaben. Dieser besteht aus einer ungeheuren Menge von Muschel-schalen , welche meist so zusammengewachseu sind, daß man siegar nicht erkennt. Unter dem Muschelkalk liegt der bunteSandstein, und dann gehört zur Trias noch das Salzge-birge und Gips lag er. Zu derselben Zeit ist das Steinsalzentstanden, zu Wielitzka, Hallein u. s. w., indem es sich aus demMeere in langen Perioden niederschlug und die feste Massebildete, die wir jetzt Steinsalz nennen.
Von großem Interesse bei diesen Formationen der sekundärenZeit ist die Betrachtung des damaligen Tier- und Pflanzenlebens,besonders die des Tierlebens. Die Säugetiere und Vögel, findenwir, sind verschwunden, diese sind nicht mehr, oder vielmehr nochnicht, sie gehören einer späteren Periode an. Die Bedingungenihrer Entwickelung waren also noch nicht vorhanden. Das Re-sultat und Produkt entspricht natürlich immer den gegebenenBedingungeil, und wenn man fragt: wie sind diese Tiergeschlechteriil deil verschiedenen Perioden entstanden? so weiß man nur dieunbestimmte Antwort zu geben: die Bedingungen zur Bildungwaren vorhanden, was nichts anders heißt, als: die Wirkungenweiseil auf die Ursachen hin und entsprechen denselben. Wiediese Tiergeschlechter entstanden sind, ob das Huhn zuerst maroder das Ei, ob sie nbstammeu von einem Paare oder wahrschein-licher von mehreren, die sich zu gleicher Zeit gebildet habeil, dasweiß inan nicht. Aber das weiß man, daß in damaliger ZeitSäugetiere und Vögel nicht existierten, oder vielleicht die erstenSpuren davon. An ihrer Stelle treffen wir die merkwürdigstenBildungen der Amphibien, der weniger organisierten Wesen, derReptilien, der Lurche (wie sie Oken nennt), der Schlangen undEidechsen, Frösche und Kröten und die fabelhaften Riesentiere,die man Saurier, d. h. Eidechsen, nennt. In unserm Museumbefindet sich das Skelett des Hpdrarchos, des Wasserfürsten,