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3 (1891)
Entstehung
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in dem Sande finden. Diese Blöcke haben die Aufmerksamkeitder Geologen lange beschäftigt. Kloden hat in einer Reihevon Programmen die Sache näher untersucht und iu Überein-stimmung mit den übrigen Forschern uachgewiesen, daß sie ur-sprünglich nicht hierher gehören, sondern von fremd hergebrachtsind; es sind meist Granitmassen, welche die größte Ähnlichkeithaben mit den Felsmassen in Norwegen, Schweden, Finnland,ja selbst in Liefland; man muß also schließen, daß sie von daherübergekommen sind bis in unsere Ebene. Auch auf demJura zeigen sich ähnliche Erscheinungen, Steinmassen vom Juraund den Alpen sind herttbergeschwemmt nach den übrigen Teilender Schweiz und bis Schwabe», wo man viele dieser erratischenBlöcke, teils Basalt, teils andere Steinmassen, findet. Manweiß dies nicht anders zu erklären, als daß diese Blöcke auf Eis-massen sortgeschwemmt sind. Deswegen sprechen die Geologenvon einer Eiszeit, von einer Periode, wo die Oberfläche der Erdeauf eine unerklärliche Weise so erkaltet war, daß sich eine großeMenge von Gletschern gebildet hat. Die Gletscher haben aufihrer Oberfläche Stücke der Felsmassen, die auf sie hcrabfalleu.Sie wandern, ziehen fort, sie bewegen sich manchmal iu einemJahre an 200" weiter. So denkt inan sich in den nördlichenGebirgen Blöcke auf Gletscher hinabgefallen, bis iu unsere Ebenegeführt, und hier, nachdem die Gletscher geschmolzen, niederge-fallen. Von Grönland lösen sich auch allmählich viele Blöcke ab,die nach der Ostküste Amerikas getrieben werden, besonders nachNew-Foundland, so daß, wenn wir dort den Grund des Meeresuntersuchen könnten, diese Blöcke sich gewiß in großen Massenfinden würden.

Wir treten nun ein in die zweite Periode, die der Tertiär-zeit vorangeht, in die sogenannte sekundäre Periode, dasMittelalter der Erdbildung. Wenn ich jetzt die übrigen Schichtenvorführe, die unter den Bildungen der Tertiärzeit liegen, alsodie ältern, denn das untenliegende ist früher entstanden, so istdie Meinung nicht die, als wenn an allen Stellen der Erde dieSchichten so übereinander lägen, sondern häufig und zwar an denmeisten Orten fehlen Glieder; auf diese lokalen Verhältnisse kann