Druckschrift 
3 (1891)
Entstehung
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XXVI.

Astrologie.

Ei» in der Polytechnischen Gesellschaft in Berlin gehaltenerstenographisch-nachgeschriebener Vortrag.

Geehrte Herren! Erlauben Sie mir, daß ich den heutigenVortrag mit einer Vorbemerkung einleite. Als ich von euremder geehrten Anwesenden gefragt wurde, ob ich geneigt sei, indiesen: Winter hier einige Vorträge zu halten, schrieb ich zu denRainen, welche den Inhalt der Vorträge angeben sollten, auchdas Wort Astrologie. Es war ein Einfall, und ich glaubtenicht, daß dieser Vortrag angenommen werden würde; ich wardaher, als der Herr Vorsitzende des Vereins diesen Gegenstandan die Spitze stellte, darüber einigermaßen betroffen, ich mußsagen, fast erschreckt; denn ich mußte mich fragen: werden sopraktische Männer, als sich hier zu versammeln pflegen, Technikerund Polptechniker, geneigt sein, eure Stunde der Geschichte einesalten Aberglaubens zuzuhören? wird das nicht ein vergeblichesBeginnen sein? Ich war also gesonnen, meinen Vorsatz zurück-zunehmen. Als ich aber in Überlegung zog, daß eigentlich dieGeschichte des Aberglaubens, des Wahnes und der Vorurteilefür den intelligenten Menschen fast dasselbe Interesse hat, wiedie Geschichte der Wissenschaften, daß die Astrologie zur Kultur-geschichte der Menschheit gehört, und daß es iir der That nichtohne Interesse sei zu erfahren, wie es möglich war, daß einGlaube, den wir jetzt durchweg für Aberglauben erklären, Jahr-tausende die Menschheit erfüllt hat da kehrte ich zu meinem