Druckschrift 
3 (1891)
Entstehung
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übrig lassen. Denn das vorliegende Wissen soll, wie freilich allesWissen, den Menschen fest machen.

cl) Er bringt das Angeschaute, Wahrgenommene, Gedachte,Besprochene zu sichtbarer Darstellung au der Schultafel, er leitetdie Schüler zu ähnlichen, oder selbst entworfenen Darstellungenan. Er geht aber nicht von Zeichnungen aus; sie sind erst daszweite, nachdem die Vorstellungen frei gewonnen sind. Er nimmtdie Einbildungskraft der Schüler überall in Anspruch; die Astro-nomie ist ein ganz vorzügliches Mittel, sie auf sicheren Weg undzu festen Einsichten zu leiten. Die Zeichnung ist die Probe vonder Richtigkeit der Vorstellungen; sie darf daher nicht voran-gehen. Entwirft der Schüler eine richtige Zeichnung, so ist dasder sicherste Beweis, daß er richtig angeschaut und gedacht hat.Unmittelbar kann man nicht in die Köpfe hineinschauen.

s) Er verschmäht in dem eigentlichen Gange des Unter-richts durchaus den Gebrauch der Modelle (der Tellurien, Luna-rien u. s. w.).

Dieselben dienen hinterher zur Probe, mau kann sie aberauch ganz entbehren. Wer sie zu Anfang gebraucht, verfährtfalsch; wer den Schülern zumutet, das, was sie vorstellen, aufden Himmel, in den freien Weltraum hineiuzutragen, verlangtUnmögliches, es gelingt keinem. Man versuche es nur bei sichselbst!

Der Wert und Gebrauch der Modelle, selbst wenn sie nochso gut gearbeitet sind, ist daher sehr beschränkt. Die scheinbarenErscheinungen zeigen sie besser als die wirklichen; aber selbst beijenen ist es nicht durchaus nötig. Mit einem Globus kann manhie und da, mit Zuhülfenehmung einer kleineren Kugel, einesLichtes rc., alles wesentliche veranschaulichen. Aber unerläßlich,weil Hauptsache, ist und bleibt die Vorstellung der Ereignisse imfreien Raum mit geschlossenen Augen. Wer dazu nicht ge-langt, gelangt nicht zum Erkennen.

Damit schließe ich die Winke. Den, der mehr wissen will,kann ich auf meinePopuläre Himmelskunde", Berlin, beiA. Enslin, verweisen.