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Vorsatz zurück und so stehe ich vor Ihnen, um den Versuch zumachen, Sie eine Stunde mit der Geschichte der Astrologie zuunterhalten. Die Kürze der Zeit, die Zusammengesetztheit undVerwickeltheit des Gegenstandes drängen mir die Bitte um Ihregütige Nachsicht auf.
Mein Vortrag wird aus drei Teilen bestehen. Im erstenwerde ich Ihnen sagen, wie man es gemacht hat, wenn manastrologisch verfuhr, dann werde ich den Ursprung dieser Ge-schichte zu erklären suchen, und endlich einige historische Bemer-kungen nnführen.
Zunächst muß ich Jhuen sagen, was man unter Astrologieverstand. — Es ist nach allgemeiner Meinung und Überzeugungdie vermeintliche Kunst und Wissenschaft, die Schicksale derMenschen, ganzer Staaten und einzelner Individuen, in den Sternenzu erkennen. Die Astrologie ist also nach dieser ErklärungProphetentum, Weissagekunst, nach der ursprünglichen Meinungder ältesten Völker, denn die Astrologie reicht bis in die mythischeVorzeit hinein, aus welcher keine geschichtlichen Denkmäler vor-handen sind. Nach der ursprünglichen Meinung jener Völker,bei denen die Astrologie entstand, bestimmten die Sterne aktivüber das Schicksal der Menschen, und demnach muß man sagen:die Astrologie ist die Kunst zu erkennen, was die Sterne überdas Schicksal der Menschen verfügen. Später veränderte sich dieSache, der astrologische Wahn fing an zu verschwinden, und dieMeinung verbreitete sich: wenn auch die Sterne das Schicksalder Menschen nicht machten, so zeigten sie es wenigstens an, undauf diesem Standpunkt muß mau die Astrologie erklären als dieKunst, das Schicksal, welches die Sterne airdeuten, in ihrenStellungen und Bewegungen zu lesen. Im allgenreinen alsokam: man sagen: es ist die vermeintliche Kunst, das Schicksalder Menschen in den Sternen zu erkennen.
Indem ich dazu übergehe, Ihnen anzudeuten, wie es gemachtwurde, das Schicksal der Menschen in den Sternen zu erkennen,muß ich vorher die Weltairsicht der alten Völker über das Uni-versum andeuten; denn die Ansicht, die ein Volk voir dem Weltallhat, wirkt rurmittelbar bestimmend arrf den religiösen und auf