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können höchstens den vorangegangenen Unterricht unterstützen, er-setzen können sie ihn nimmer — man frage bei den „Gebildeten"nach, >vas für Vorstellungen in ihren Köpfen sitzen, obgleich sievon allem gehört haben und darüber zu reden wissen! — einzigund allein gelangt man zu wahren, lebendigen und bewegendenVorstellungen über die großen Dinge, von welchen es sich hierhandelt, durch anschaulichen, entwickelnden Unterricht.
4) Was hat demnach der Lehrer zu thun?
Er regt den Schüler zu Beobachtungen an, er bringt ihmdas, was er bereits wahrgenommen hat, durch aufklärende Fragenund Unterredungen zum Bewußtsein, er lenkt seine Aufmerksam-keit auf die großen und erhabenen Erscheinungen am nächtlichenund täglichen Himmel, er bespricht mit ihm alle Wahrnehmungen,die sich tagtäglich das Jahr hindurch an den Sternen und ander Sonne mit bloßem Auge machen lassen, wie sie von Anfangdes Menschengeschlechts an geinacht worden sind; er stellt dieseBeobachtungen in geordneter Reihenfolge und in klaren, be-stimmten Sätzen fest. Dieses ist das erste, ist schon etwasGroßes. Wissenschaftlich ausgedrückt: der Schüler kommt aufden Standpunkt des sinnlichen Scheines, der sphärischenAstronomie.
Nachdem dieser langsam, bedächtig und fest eingenommen —erst muß man wissen, was erscheint, ehe man wisse«: kann, wasist — nimmt inan das Nachdenken darüber in Anspruch, ob dieDinge so sind, wie sie erscheinen, ob sich das wirklich begiebt,was inan wahrnimmt und wahrzunehmen glaubt. Man gehtvom Schein zum Wesen über. Ich denke, daß dieser Schritt einwichtiger ist, nicht bloß für die Kenntnis in der Astronomie,sondern in allen Dingen, und daß die Astronomie darum, weilsie das klarste und größte Beispiel dieses wichtigen Vorgangesin der Menschenbildung liefert, von unschätzbarem Wert ist. DerSchüler gelangt zur Erkenntnis des Wesens der Dinge; die an-fängliche bloße Kenntnis steigert sich zum Erkennen. Die Ver-worrenheit wird zur Ordnung, die Mannigfaltigkeit zur Einheit,das Durcheinander zu Regel und Gesetz. Eine Kraft herrschtim Weltall, alles ist ihrem Gesetze unterthan, überall Ordnung,