Die Aneinanderreihung der einzelnen Lehren ist, wie obenschon gesagt, nach Möglichkeit, die genetische. Pedanterei undÄngstlichkeit taugen, wie nirgends, auch hier nicht. Das überallanschauliche Verfahren fordert die Ursprünglichkeit, d. h. dieFestlegung alles Erkannten von unten ans, beabsichtigt unmittel-bares, demnächst, unbeabsichtigt, sich von selbst einstellendes, ver-mitteltes Erkennen, des einen durch das andere.
7) Welches ist materiell das Ziel dieses Unter-richts?
Das Erkennen der Eigenschaften der Linien, Flächen undKörper, das Messen und Berechnen derselben.
8) Welche Werkzeuge handhabt dabei derSchüler?
Die Feder und den Griffel, er zeichnet; den Zirkel und dieMaßstäbe, er mißt; die landesüblichen Linien-, Flächen- undKörpermaße, er rechnet und berechnet. —
Stelle man sich eine Schule vor, in welcher alle diese Kennt-nisse und Fertigkeiten fehlen, und frage sich dann, ob eine solcheSchule die allgemein-menschliche Bildung begründet und für daspraktische Lebensbedürfnis sorgt — ob der Unterricht in derRaum- oder Naumformenlehre zu den wesentlichen Gegen-ständen des allgemeinen Volksschnlunterrichts gehöre, oder nicht!
3) Der Unterricht in der Physik.
1) Also auch in der Volksschule Unterricht inder Physik?
Allerdings und unbedingt.
Sollen etwa die Schüler der Volksschule nichts erfahrenvon Wetter und Wind? nicht kennen lerneil die wichtigen Instru-mente: Thermometer und Barometer? unbekannt bleiben mit denErscheinungen, von denen sie tagtäglich, minütlich und sekundlichumgeben sind, von Licht- und Lufterscheinungen, von Regen undSchnee, Reif und Tau, Nebel und Wolken, Blitz und Donner?sollen sie den Luftschiffer in die Luft fahren sehen, sollen sieselbst mit dem Dampfe dahin fahren, tagtäglich die mit denDrähten des Telegraphen ankommenden Nachrichten in denZeitungen lesen, ohne zu wissen, wie und warum? will man sie