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geschlechts, die Geschichte der Wissenschaft und die Geschichte derEntwickelung des einzelnen Menschen zugleich. Damit ist derhohe Wert dieses Wissens ausgedrückt.
6) Die Naturgeschichte.
So hieß von altersher das Wissen von den Körpern dersogenannten drei jNaturreiche. Nachher vertauschte man diesenNamen mit Naturbeschreibung; jetzt ist die Wissenschaft soweit, oder hat angefangen so weit zu sein, daß man zu dem ur-sprünglichen (Ehren-) Namen zurückkehren kann. Die Natur-beschreibung ist dann nur der äußere, zwar notwendige, aberuntergeordnete Zweig der Naturgeschichte, welche die hoheAusgabe hat, die Entstehung der Wesen, ihre Entwickelung ausprimitiven Keimen durch alle Stufen des Lebens mit den Pro-zessen desselben nachzuweisen. Die Naturgeschichte ist Ent-wickelungsgeschichte der Natnrwesen und muß insoferndie Entwickelung des Menschen fördern; sie selbst liefert ihmdie Einsicht in die Gesetze seiner Entwickelung. Der Menschwird durch sie ein die Natur und sich selbst verstehendes Wesen.Bis zur Grenze des jetzigen Wissens auf dem Wege natürlicherEntwickelung fortgeführt wird ihm dadurch, hier wie überall, dieDignität des Forschers und Entdeckers.
7) Die Menschengeschichte.
Die Schicksale und Thaten der Menschen folgen einanderim natürlichen Ablaufe der Zeit, der gleichzeitig lebenden Völkerneben, der aufeinander folgenden nacheinander. Die Kulturgeht von einem auf das andere über, überträgt sich, erbt sichfort. Die Erzählung dieser Begebenheiten im Nacheinander derZeit stellt diese Entwickelung dar. Für den Lernenden ist es zu-nächst ein äußerlicher Verlauf, später dringt er in das innereGetriebe der bewegenden Ursachen. Bis zur Geschichte derGegenwart vorschreitend gelangt er zur Kenntnis aller voran-gegangenen Momente, und er, der Erbe der Vergangenheit, istnun, nach Möglichkeit, im stände, den Gang der Entwickelungder Weltgeschichte fortzusetzen.
Dieser Unterricht enthält also in seinem Wesen keine Schwierig-
D i este riv e g, Ausgew. Schriften. 2. Aust. M. 20