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auf ihre psychologische Wahrheit an, in betreff ihrer Wirkungauf den Eindruck, deu sie auf das Herz, den Kopf und denWillen des Kindes machen. Die Art ihrer Behandlung beugtallen unnützen Fragen vor und ist ungleich wichtiger als der In-halt selbst. Mag ihr Inhalt nicht wahr sein, wenn er nur schönist; mögen sie zu den Mythen, zu den Dichtungen gehören, gleich-viel; der gute Eindruck, den sie zurücklassen, bleibt. Erzählenwir ja auch unfern Kindern Märchen, schöne Märchen — mögensie jetzt oder später einsehen, daß ihr Inhalt keine buchstäblicheWahrheit enthält!
2. Wie behandeln wir diese Geschichten?
Wir erzählen sie, lassen sie lesen, sie wieder erzählen. Wirlassen das Ganze auf die Schüler wirken; wir sehen uns auchdas Einzelne an, wir betrachten die Personen, die Handlungen.Die Kinder sollen den Eindruck, den die Geschichte auf einennatürlichen, guten Menschen macht, empfangen; sie werden dieGeschichte empfinden, sich der guten Gesinnungen freuen, die bösenverabscheuen. Der Schüler soll die Geschichte empfinden, fühlenund denken, nicht dies oder jenes bei der Geschichte; er sollnichts Fremdes hinzubringen, er soll und wird das Rechte undWahre der Geschichte entnehmen. Deshalb soll der Lehrer auchkeine Empfindungen absichtlich dabei erwecken, er soll nichts machen.
Aber er wird die religiösen und sittlichen Vorstellungen undBegriffe, welche in den Geschichten liegen, entwickeln, er wirdallmählich die religiösen Anschauungen zu Begriffen erheben, dienun nicht mehr hohl sind, weil ihnen konkrete Thatsachen zugründe liegen, und er wird, wo es notthut, die Geschichte aufdas Leben der Kinder anwenden.
3. Die Geschichten enthalten mitunter sehr behaltenswerteSätze, kernhafte Gedanken und Sprüche. Wir prägen sie demGedächtnis der Schüler ein, nehmen aber dabei Rücksicht auf dieIndividualitäten der Schüler — manches Kind kann nicht vieltragen — und auf die Erhaltung der Heiterkeit und der innigenFreude an den Geschichten.
In dem Alten wie Neuen Testamente kommen höchst poetischeStücke vor; wir weiden die Jugend nach Möglichkeit an ihrer