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unwiderleglich gezeigt hat, nichts anderes, als die göttliche Er-ziehung des Menschengeschlechts, die als Erziehung sich demStandpunkte desselben akkomodiert, mit der Entwickelung fort-schreitet und die Unendlichkeit derselben nicht hemmen, sondernfördern will. Hätte sie die entgegengesetzte Absicht, so wäre sienicht Erziehung. Alle wahre Erziehung hat ein in der Unend-lichkeit liegendes Ziel im Auge. Nicht die Erreichung, sonderndie Richtung und Bewegung auf dasselbe ist die Bestimmungdes Menschen. Den Jüngling auf diesen Weg zu bringen undzu dieser selbständigen und freien Bewegung zu veranlassen, istdie Aufgabe des Erziehers.
Die Art und Weise, welche nun einzig und allein den bis-herigen Anforderungen und nach meiner Meinung allein den An-forderungen an die religiöse Bildungsweise des Kindes entspricht,ist die historische.
Geschichte, meine Herren, nichts als Geschichte. Religion— nicht Theologie; sittliche Grundsätze — keine dogmatischenLehrsätze: durch Thatsachen; die unter den Augen der Kinderpassierenden sind die wichtigsten; was die nicht liefern und leisten,liefert und leistet die Geschichte.
Denn Geschichte läßt sich
а) mit Heiterkeit (versteht sich: heiterem Ernste) behandeln.Wann hätte die Jugend aufgehört, nicht gern Geschichtenzu hören? „Erzähle uns etwas, lieber Vater, liebe Mutter!"Das verstand Campe, der Kinderfreund und Kinderkenner,und Jesus, der Menschenfreund und Menschenkenner, ver-stand es auch. Natürlich muß man erzählen können undgute Geschichten erzählen.
Geschichte liefert
б) Thatsachen, Begebenheiten, Ereignisse aus dem Leben; Hand-lungen und Personen treten in individueller Gestalt vordas Auge des Lesenden und Hörenden, der Anforderung derAnschaulichkeit wird vollkommen genügt, selbst dann,wenn man ihr durch Bilder nicht zu Hilfe kommen kann,was aber auch sehr gut ist.
Ferner liegt der religiöse Inhalt (von religiösen Ge-