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von neuem gefordert wird; von religiöser Bildung kannman fast gar nicht reden. Wer sie liebt und ehrt (sie ist ja dasFundament, der Kern der Bildung), der denkt auf Mittel, dieReligion in einer der Natur der Kinder entsprechenden, sie dafürgewinnenden Weise zu lehren. Das erste Prinzip ist die Heiter-keit. Das zweite ist
d) das Prinzip der Anschaulichkeit, welches zwarden Gesamtunterricht beherrscht, hier aber mit stärkstem Accentebetont zu werden verdient. Denn woran anders als an Abstrakt-,wo nicht an Hohlheit und Unverständlichkeit, litt der bisherigeReligionsunterricht? Den dogmatischen Unterricht müssen wirdaher für die Volksschule verwerfen; denn die Dogmen sind abstrakte Lehrsätze, und wenigstens dem Kinde nicht verständlich,noch viel weniger anschaulich zu machen. Was aber nicht an-schaulich ist, paßt auch nicht für den Elementarschüler (paßteigentlich für niemand). Nur aus Anschauungen werden lebendigeVorstellungen, klare und bestimmte Begriffe gewonnen; nur durchsie befreien wir den Elementarunterricht von der Abstraktheit,die man ihm — hier mit vollen: Rechte — vorwirft, was, wieich hoffe, nachdem die Schindlersche Frage durch die Weltgelaufen, nicht weiter erwiesen zu werden braucht. Denn wieanders wollten wir in dem Religionsunterrichte aus dem hohlenWort- und Phrasenwerke herauskommen?
Zu dem Prinzip der Anschaulichkeit gesellt sich
o) das Prinzip der Entwickelung oder der Entwickelbarkeit, welches verlangt, daß die religiösen Vor-stellungen und Begriffe aus den dem Schüler vorgelegten Stoffenentwickelt werden, folglich aus ihm entwickelt werden können,daß sie also thatsüchlich und nach Nr. l> in konkreter Gestaltdarin liegen.
Das Gegenteil ist das Mitteilen, Vorsagen, Oktroyieren,Offenbaren, Aufnötigen, Einpaukeu. Solches war Sitte, es istes noch; man dringt da, wo diese Weisen überwunden waren,auf ihre Wiederaufnahme, oder die ergriffenen Maßregeln habenwenigstens diese Folge. Aber es ist ein heilloses Verfahren. Eskam durch die Meinung, daß die Religion kein menschliches