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er möge nur Wahres lehren oder vorzugsweise die Darstellungdes Schönen bezwecken, seinen Beitrag dazu liefert. Jeder Lehrerist darum als solcher ein Religionslehrer; jeder fördert, wenner seine Pflicht als Lehrer thnt, die universal-religiöse Bildungdes Schülers.
Ferner folgt daraus, daß alle Veranstaltungen der Schule,die man unter dem Namen der Ordnung und Disziplin zu be-greifen pflegt, zur religiösen Bildung des Schülers beitragen,daß Regelmäßigkeit und Ordnung, Pünktlichkeit und Reinlichkeit,Anstand im Gehen, Stehe» und Sitzen rc. eben dahin gehören,ja daß die körperliche Ausbildung des jungen Menschen mitNichten davon ausgeschlossen ist. Von der Aufmerksamkeit, derLernlust, dem Fleiße rc. braucht nicht die Rede zu sein; vondiesen normalen Schülertugendeu versteht es sich von selbst, essind sittliche Tugenden; sie involvieren mit der Wahrheitsliebeund dem Streben nach Wahrheit den Begriff der Sittlichkeitdes Schülers.
Das Schöne — um dieses noch besonders zu bemerken —tritt dem Schüler besonders in der Natur, in den Naturgegen-ständen, und im Menschenleben entgegen — Naturschönheitenund schöne und edle Erscheinungen des Menschenlebens. Die-selben sind für die Gemütsbildnng des Menschen von der höchstenBedeutung.
5. Der Gegenstand (das Objekt) der religiösen Jugend-bildung ist das Kind, der sich entwickelnde Mensch. Die Formder religiösen Bildung, wie der Bildung überhaupt, oder die Artund Weise der religiösen Belehrung und Bildung ist daher nachden Gesetzen der sich entwickelnden Menschennaturzu bestimmen. Hier machen sich besonders folgende Prinzipiender Didaktik geltend:
a) das Prinzip der Heiterkeit — man erlaube mir,es so zu neuuen, hier auf- und voranzustellen; denn von ihmhängt der beabsichtigte Erfolg wesentlich ab. Man vergegen-wärtige sich, daß von der Bildung des Gemüts die Rede ist,welche nur gedeiht in reiner Luft, heitrer Umgebung und An-sprache, in gemütlicher, reiner, heitrer Stimmung.