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der Menschen dieser Zeit, wenn man darunter mehr alsKirchlichkeit, nämlich innere Gesinnung und Sittlichkeit, die ohnefreie Selbstbestimmung nicht gedacht werden kann, versteht, nichtHerstellen. —
Die größten und gefährlichsten Jrrtümer stecken aber in denMeinungen oder Behauptungen (denn ob die innere Über-zeugung immer mit der geäußerten Meinung übereinstimmt, darfbezweifelt werden), daß die Entziehung der religiösen Freiheit,die religiöse Beengung und Bedrückung, die Menschen religiöser,und daß man durch Fesselung an religiöse oder kirchliche Be-kenntnisse die Revolution unmöglich zu machen vermöge. BeideJrrtümer sind gleich stark und in gleichem Grade gefährlich.Die Religiosität, die wirklich religiöse Gesinnung, entwickelt sichnur bei freier Beweguug des Gemüts unter der Leitung freierÜberzeugung, und nichts empfindet ein religiöses Volk, wie dasdeutsche, schmerzlicher, als den Mangel religiöser Freiheit. Erwird zum ersten und nächsten Grunde innerer und äußererEmpörung. Wer dazu mitwirkt, einem mit religiöser Natur-anlage besonders begabten Volke, wie dem unseren, die freiereligiöse Entwickelung zu rauben oder auch nur sie zu erschweren,beseitigt nicht eine Ursache der Revolution, sondern er erzeugt sie.
Der zweite Irrtum wurzelt in der Meinung, daß die Treuegegen kirchliche Bekenntnisse revolutionären Bewegungen vorbeugt.Von diesen: Irrtums kann die Einsicht in die Geschichte zurück-bringen. Weder protestantische, noch katholische Länder sind vonRevolutionen verschont geblieben, ja in letzteren, den gläubigstenLändern, sind sie am häufigsten vorgekommen. Die Wahrheit istdie, daß ein Religionssystem die Revolution weder erzeugt, nochverhindert. Denn eine Revolution ist keine Weltansicht, keineTheorie, kein Prinzip, sondern eine Thatsache, die hervor-gerufen wird durch andere Thatsachen, nämlich durch reale Zu-stände, welche dem Kulturzustande, den allgemeinen Meinungen,dem Zeitgeiste, d. h. dem in Ansichten, Grundsätzen und Be-strebungen verfesteten Gemeinsinn, nicht entsprechen (zu welchennatürlich auch die religiöse Bedrückung gehören kann).
Die daher meinen, durch Verstärkung kirchlich-religiöser Be-