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mehr genügt. Sie wollen gar nichts mehr davon wissen, haltenihn nicht nur für unnütz, sondern für schädlich, und dieses indoppelter Beziehung: indem er anderen, wichtigeren Stoffen dieZeit raube und trotz aller bisher angewandten Mittel zu leeren -Abstraktionen veranlasse.
Einiges von Grammatik wird inan freilich jeder Elementar-schule, die ein Briefchen zu schreiben lehren will, lassen müssen;denn wie wollten die Schüler ohne dieses die Dingwörter zuunterscheiden und die Satzzeichen zu setzen vermögen? —
Eine zweite Vereinfachung erblickt man darin, daß man denRat erteilt, den Realunterricht an das Lesebuch anzuschließen.
Dagegen habe ich mich bereits erklärt und muß ich mich,da dieser Vorschlag wiederholt wird, noch entschiedener er-klären. Fände er Beifall und würde er angenommen, so wäreder Realunterricht in sein Gegenteil verkehrt und zum Wort-unterricht hinabgedrückt, und zwar nicht einmal zum Unterrichtüber das Wort, sondern zum wortreiche» Gerede über realeDinge, die der Schüler nicht durch Beschreibuug, uicht durchBücher, sondern nur durch wirkliche Anschauung und durch lebendige,mündliche, vergleichende Darstellung des Lehrers kennen lernenkann. Hier liegt einer der Hauptfehler des Goltzsch scheu Lehr-planes zutage: er hält viel zu wenig auf wirkliche Anschauung,wenn er auch uicht ganz davon schweigt; er legt viel zu hohenWert auf das Wort und zwar auf das geschriebene und gedruckteWort, er sucht daher den Reiz und den Vorteil der mündlichenRede durch das Lesebuch zu ersetzen. Diese Vorschläge sind außeranderen, von welchen wir ein andermal reden, unbedingt zu ver-werfen. Eine Verbindung des Unterrichts in der Weltkunde mitdem Lesebuche ist schlechthin unzulässig, es sei denn, daß mandarunter nichts weiter versteht, als daß das Lesebuch Stücke ausder Weltkunde enthalten solle, die aber den eigentlichen, direkten,mündlichen Unterricht des Lehrers nicht nur nicht ersetzen können,sondern ihn vielmehr voraussetzen.
Diesem Streben nach Vereinfachung oder Konzentrationmüssen wir uns direkt widersetzeu. Vereinfachen heißt etwasanderes, als verderben, vernichten und ins Gegenteil verkehren.