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traktiert, oder ob man, wie bisher, einzelne durch Tage von-einander getrennte Stunden darauf verwendet; wahrscheinlichhängt dabei viel von den subjektiven Ansichten des Lehrers ab,keinesfalls ist es eine Hauptsache. Ebensowenig ist damit vieloder etwas Neues gesagt, wenn man von „Konzentration derGedanken" redet, was nichts weiter ist, als angestrengte Auf-merksamkeit und fleißiges Repetieren, und noch weniger Gewinnkann man von dem Gerede über innere Organisation des Unter-richts erwarten, da dasselbe, wenigstens soweit, als bis jetztdavon vorliegt, meist ans unklare Begriffe und pathetische Phrasenhinausläust.
Der Leser erkennt aus diesen Bemerkungen, daß wir dasdurch die vielbesprochene Konzentration zu erwartende Resultatnicht hoch anschlagen, welche Ansicht uns eben veranlaßte, bisherdavon zu schweigen. Nach Wahrscheinlichkeit kommen wir auchdeshalb ans diesen Gegenstand nicht mehr zurück. Er verschwindetuns vor dem Bemühen, den rechten Geist der belebenden An-regung und der geistigen Entwickelung in die Lehrer und in dieSchulen zu bringen.
Noch aber muß ein Wort darüber geredet werden, an welchenStoffen man die Vereinfachung des Unterrichts versucht hat.
Hier wird jedem Leser der bisherige Sprachunterricht einfallen.
Soviel ich weiß, haben meine beiden Bücher („Lese- undSprachbuch" und „Schul-Lesebuch") zuerst den Versuch gemacht,das Deutsch-Grammatische mit Lesestücken zu verknüpfen.
Die Absicht war, für das Grammatische konkreten Stoff zugewinnen, das „Grammatisieren" zu beschränken, das Abstrahierenauf das gehörige Maß zu reduzieren oder gänzlich zu verbannen.
Diese Zwecke mögen erreicht sein. Aber es steht zu be-zweifeln, daß der Unterricht dadurch überall an Ordnung lindKlarheit gewonnen hat. Wenigstens sprechen schon, nachdem Er-fahrungen darüber vorliegen können, beachtenswerte Stimmei:von dem Gegenteil.
Weiter noch gehen jetzt einige Lehrer, welche den ganzeneigentlichen Unterricht über die Muttersprache für die Volksschuleverwerfen, und welchen daher der Anschluß an das Lesebuch nicht